Schloss Seyfriedsberg: Fokus auf Sicherheit und regionale Präsenz

Mit einem eigenen Stand präsentierte sich die orthodoxe Klosterbruderschaft auf dem Weihnachtsmarkt in Ziemetshausen und informierte Besucher über die Pläne für Schloss Seyfriedsberg. Foto: Kloster

Mit einem eigenen Stand präsentierte sich die orthodoxe Klosterbruderschaft auf dem Weihnachtsmarkt in Ziemetshausen und informierte Besucher über die Pläne für Schloss Seyfriedsberg. Foto: Kloster

Die russisch-orthodoxe Klosterbruderschaft des Heiligen Hiob von Pocaev aus München treibt die Entwicklung von Schloss Seyfriedsberg als zukünftigen Standort weiter voran. In einem Newsletter informierte Bischof Hiob (Bandmann) am 13. Januar 2026 über den Stand der Arbeiten, neue Herausforderungen im Bereich Sicherheit sowie erste Schritte zur stärkeren Verankerung des Projekts in der Region.

Nach Angaben von Bischof Hiob von Stuttgart wurde die Winterzeit rund um den Jahreswechsel vor allem für Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Die Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt in Ziemetshausen habe trotz geringer Einnahmen reges Interesse der örtlichen Bevölkerung an den Plänen für den Seyfriedsberg geweckt. Auch eine orthodoxe Nikolaus-Vesper in der Schlosskapelle am 19. Dezember mit anschließendem Empfang sei zwar kleiner als erwartet ausgefallen, habe aber einen gelungenen und stimmungsvollen Rahmen geboten.

Zugleich machte der Bischof auf neue bauliche und organisatorische Herausforderungen aufmerksam. Die rasch gewachsene Nutzung der Gebäude mit Gottesdiensten und Gästebetrieb erfordere nun eine intensive Beschäftigung mit Fragen der Sicherheit und des Brandschutzes. Elektrik, Wasser- und Abwassersysteme würden seit dem Frühjahr 2025 genutzt, parallel aber weiter untersucht und dokumentiert.

Bei einem Ortstermin mit dem zuständigen Bauamt seien die Gebäude brandschutz- und baurechtlich eingeordnet sowie kurz- und mittelfristige Maßnahmen abgestimmt worden. Ein zentrales Thema sei das Fehlen eines Löschwasser-Reservoirs für Schloss Seyfriedsberg. Derzeit werde die Errichtung eines Löschwassertanks mit einem Fassungsvermögen von 150 bis 200 Kubikmetern geprüft, was mit erheblichen Kosten verbunden sei.

In den kommenden Wochen sollen die Arbeiten an den Flügelgebäuden wieder aufgenommen und die bauhistorischen sowie statischen Untersuchungen im Rahmen des Vorprojekts abgeschlossen werden. Bischof Hiob rief Unterstützer und Gläubige erneut zu Gebet und Mithilfe auf.

Nach langjähriger Suche hat die orthodoxe Klosterbruderschaft des Hl. Hiob von Pocaev, Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), in Schloss Seyfriedsberg einen neuen Standort gefunden. Das Anwesen, das auch als „Heiliger Berg von Schwaben“ bezeichnet wird, soll in den kommenden Jahren zu einem Kloster, Diözesanzentrum und Priesterseminar umgewandelt werden. Das aktuelle Zuhause in München bietet keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr.

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