Zweiter Orthodoxer Jugendrat in Frankfurt setzte geistliche Akzente

Teilnehmer des zweiten Orthodoxen Jugendrats in der serbisch-orthodoxen Gemeinde Frankfurt am Main. Foto: Gemeinde

In der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Frankfurt am Main ist am Samstag, dem 10. Januar 2026, der zweite Orthodoxe Jugendrat zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein theologischer Impuls zur geistlichen Orientierung junger Menschen, wie die Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Der Vortrag wurde von Matija Minić gehalten, Doktorand an der Aristoteles-Universität Thessaloniki. Er stellte Leben und Wirken des heiligen Demetrios vor und erläuterte dessen Bedeutung insbesondere für die Jugend. Minić hob drei zentrale Aspekte hervor: das Martyrium des Heiligen, seine Jungfräulichkeit und Reinheit sowie seine Rolle als geistlicher Lehrer und Vater junger Menschen.

Demetrios habe durch die Taufe die Gnade des Heiligen Geistes empfangen und diese durch ein reines Leben bewahrt. Daraus seien tiefe Gotteserkenntnis und geistliche Freude erwachsen. Sein Beispiel zeige, dass Christen – vor allem junge – dazu aufgerufen seien, die Taufgnade durch Gebet, den Kampf gegen die Sünde und geistliche Anstrengung zu erhalten.

Besonderes Gewicht legte Minić auf die Bedeutung theologischer Bildung, des Studiums der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirche. Ohne diese verliere der Glaube an Tiefe und Orientierung. Der heilige Demetrios sei nicht nur Glaubenszeuge, sondern auch Missionar und Vorbild für ein gelebtes Christsein – sei es im Martyrium oder im alltäglichen „weißen Martyrium“ der Abkehr von der Sünde.

Die UOJ berichtete zuvor, dass sich Bischof Irenei von London in seiner Katechesereihe zu den Anathemen der orthodoxen Kirche mit Theosophie, Okkultismus und geistlicher Täuschung befasste.

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