Erzbischof Tichon feierte Liturgie am Sonntag nach Christi Geburt in Berlin
Erzbischof Tichon zelebrierte in der Auferstehungskathedrale. Foto: Diözese
Am 11. Januar 2026 hat Erzbischof Tichon von Rusa, Leiter der Berliner und Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat), in der Berliner Auferstehungskathedrale die Göttliche Liturgie zum Sonntag nach Christi Geburt gefeiert. Der Gottesdienst stand im Zeichen der Weihnachtszeit und des Gedenkens an die Verwandten Jesu. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
Der Erzbischof zelebrierte die Liturgie in der Auferstehungskathedrale der Hauptstadt. Bereits am Vorabend leitete er dort die feierliche Vigil mit dem Nachfest der Geburt Christi. Konzelebriert haben mehrere Geistliche der Diözese; musikalisch gestaltet wurde die Liturgie vom Chor der Sonntagsschule der Kathedrale.
Im Anschluss an den Kommuniongesang verlas Erzpriester Georgij Antonjuk die Weihnachtsbotschaft von Erzbischof Tichon an Klerus, Mönche und Gläubige der Diözese. Nach dem Gottesdienst erfolgte die feierliche Verherrlichung vor der Ikone der Geburt Christi.
In seiner Ansprache hob Erzbischof Tichon von Rusa die anhaltende Freude der Weihnachtszeit hervor und erinnerte an den geistlichen Verwandtschaftsgedanken: Nicht die leibliche Abstammung, sondern das Leben nach dem Willen Gottes verbinde die Gläubigen mit Christus. Zudem gedachte er der in Bethlehem getöteten Kinder als erster Märtyrer für Christus und unterstrich die Bedeutung von Glaubenstreue und Hoffnung angesichts von Leid und Gewalt.
Bereits am 10. Januar 2026 fand in Berlin-Karlshorst eine Weihnachtsfeier der Sonntagsschule statt. Kinder trugen Lieder und Gedichte vor; ein russischer Kinderchor der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg präsentierte Werke unter anderem von Balakirew, Tschaikowski und Gretschaninow. Zum Abschluss dankte der Erzbischof allen Mitwirkenden; die Kinder erhielten Geschenke.
Die UOJ berichtete zuvor, dass sich Bischof Irenei von London in seiner Katechesereihe zu den Anathemen der orthodoxen Kirche mit Theosophie, Okkultismus und geistlicher Täuschung befasste.
Lesen Sie auch
Rolle der Frau in der Orthodoxie: Zwischen Würde, Tradition und Missverständnissen
Hamburger Gemeinde veröffentlicht neue Folge von „Frag den Priester“ über Frauenbild und Eheverständnis
Katholische Kirche beteiligt sich nicht an Suizidberatung
Deutsche Bischöfe schließen Mitwirkung an assistiertem Suizid in kirchlichen Beratungen strikt aus
Gebet im Alltag: Priester Matthias Fröse wirbt für kleine, treue Schritte statt Perfektion
Neuer Videobeitrag aus Meisenheim thematisiert Gebet in Zeiten von Stress und Zeitmangel
Glaube als innere Kraftquelle gegen die Logik der Welt
Patriarch Porfirije würdigte in Belgrad den heiligen Georg und rief zu standhaftem Glauben auf
Pfarrersfrauen als tragende Säule des Gemeindelebens gewürdigt
Verein „Maria Stăniloae“ erstmals offiziell bei der rumänisch-orthodoxen Diözesanversammlung in Nürnberg vorgestellt
Die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Frankfurt kündigte ein Familientreffen an
In Frankfurt hat die serbisch-orthodoxe Gemeinde in der Auferstehungskirche ein Familientreffen mit Buchpräsentation angekündigt.