Im Winter weichen viele evangelischen Gemeinden auf beheizte Gemeindehäuser aus

Gemeindezentrum Haardter Kirche in Weidenau. Foto: Siegener Zeitung

Gemeindezentrum Haardter Kirche in Weidenau. Foto: Siegener Zeitung

Am 10. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass die hohen Energiekosten und niedrige Temperaturen dazu führen, dass evangelische Kirchengemeinden im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein ihre Gottesdienste in den Wintermonaten teilweise neu organisieren. Statt große, schwer beheizbare Kirchenräume zu nutzen, verlegen viele Gemeinden ihre Zusammenkünfte in kleinere, besser temperierbare Gemeindehäuser oder verzichten zeitweise auf reguläre Kirchennutzungen. Darüber berichtete die Siegener Zeitung.

Das sogenannte Modell der „Winterkirche“ wird dabei unterschiedlich gehandhabt. Während einige Gemeinden es als sinnvolle Möglichkeit zur Energieeinsparung und besseren Erreichbarkeit schätzen, sehen andere darin nur begrenzten Nutzen. Entscheidend sind Faktoren wie Besucherzahlen, vorhandene Alternativräume und der organisatorische Aufwand, der mit einem Standortwechsel verbunden ist.

Insgesamt zeigt sich ein pragmatischer Umgang mit der Situation. Die Gemeinden reagieren flexibel und treffen individuelle Entscheidungen, um einerseits wirtschaftlich zu handeln und andererseits die kirchlichen Angebote aufrechtzuerhalten. Einheitliche Vorgaben gibt es nicht – vielmehr passt jede Gemeinde ihre Lösungen an die örtlichen Gegebenheiten an.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Neumarkt die Polizei wegen einer Schändung der Kirche eingreifen musste.

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