In Frankreich ist die Zahl der orthodoxen Kirchen stark gestiegen

Eine Griechisch-Orthodoxe Kirche. Foto: Domradio

Am 09. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass entgegen dem allgemeinen Trend der Säkularisierung die Zahl orthodoxer Kirchen in Frankreich weiter zunimmt. Zwischen 2010 und 2024 wuchs sie nach aktuellen Untersuchungen von gut 230 auf rund 320 Standorte. Auch personell legte die Orthodoxie zu: Die Zahl der Geistlichen erhöhte sich deutlich, insbesondere bei Priestern und Diakonen. Darüber berichtete Domradio.

Als zentraler Faktor gilt die Zuwanderung aus osteuropäischen Ländern, allen voran aus Rumänien. Die rumänisch-orthodoxe Kirche stellt mittlerweile den größten Anteil der orthodoxen Strukturen im Land und hat ihre Präsenz in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt. Zuwächse verzeichneten zudem kleinere Jurisdiktionen wie die georgische, serbische und bulgarische Orthodoxie, während die griechisch geprägten Gemeinden eher an Bedeutung verloren.

Für das Jahr 2025 wird die Zahl der orthodoxen Gläubigen in Frankreich auf etwa 700.000 geschätzt. Parallel dazu nimmt die sprachliche Anpassung zu: Immer mehr Gemeinden nutzen Französisch im Gottesdienst und in der Gemeindearbeit. Damit hebt sich die Orthodoxie deutlich von der Entwicklung der katholischen und protestantischen Kirchen ab, die seit Jahren mit rückläufiger Beteiligung zu kämpfen haben.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Bochum eine protestantische Kirche in eine Kletterhalle umgewandelt wurde.

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