Metropolit Grigorije: Das Licht Christi vertreibt Dunkelheit und Kälte

Metropolit Grigorije bei der Liturgie in der Berliner Auferstehungskirche. Foto: Eparchie

Am Heiligabend, dem serbischen Badnji dan, hat der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland die Göttliche Liturgie in der Auferstehungskirche in Berlin gefeiert. In seiner Predigt sprach er über die Geburt Christi als Licht, das Angst, Kälte und Dunkelheit im menschlichen Herzen vertreibt und zu Freude, Frieden und Gemeinschaft führt, wie die deutsche Eparchie am 7. Januar auf ihrer Webseite berichtete.

Der Erzbischof von Düsseldorf und Berlin und Metropolit von Deutschland zelebrierte die Liturgie gemeinsam mit Erzpriester-Stavrophor Veljko Gačić und Hierodiakon Vasilije Starovlah. Nach der Evangelienlesung wandte sich Metropolit Grigorije mit einer ausführlichen Ansprache an die versammelten Gläubigen.

Ausgehend vom Evangelium der Geburt Christi erinnerte er daran, dass die Hirten sich vor dem göttlichen Licht fürchteten: „Die Menschen fürchten das Licht“, sagte der Metropolit mit Blick auf die Worte des Engels: „Fürchtet euch nicht; denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird“ (Lk 2,10). In der Geburt Christi habe sich ein unfassbares Wunder ereignet: Der „unfassbare Gott“ habe im Schoß der Jungfrau Maria Wohnung genommen und so die menschliche Natur geheiligt.

Besonders eindrücklich deutete Metropolit Grigorije die Geburt Christi in der Höhle von Bethlehem als starkes Bild: Das Licht werde in der Dunkelheit geboren, um die Welt zu erwärmen. „So demütig ist der Herr, dass er in die Tiefe der Erde hinabsteigt, um allem Licht zu schenken“, betonte er. Diese Symbolik finde sich bis heute im Brauch des Entzündens des Badnjak, des traditionellen serbischen Weihnachtsfeuers, wieder, das nicht nur wärme, sondern dazu aufrufe, die eigenen Herzen zu erhellen.

Abschließend rief der Metropolit dazu auf, Geist, Herz und Seele für das Licht der Geburt Christi zu öffnen. Mit dem Licht kämen Freude und Frieden – und daraus erwachse die Bereitschaft zur Gemeinschaft: einander anzunehmen, zu umarmen und die Freude miteinander zu teilen. Das Fest der Geburt Christi sei ein Fest der Freude, „die es nicht außerhalb der Gemeinschaft gibt“, und diese Freude gelte es auch über die Feiertage hinaus zu bewahren.

Die UOJ berichtete zuvor, dass im Dom des heiligen Sava in Belgrad Weihnachtsgeschenke an Bedürftige verteilt wurden.

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