Patriarch Kyrill: Weihnachten als Fest von Hoffnung und Frieden
Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland während einer weihnachtlichen Liturgie: In seinem Geburtsbrief ruft er zu Hoffnung, Frieden und tätiger Nächstenliebe auf. Foto: Patriarchat
In seiner Weihnachtsbotschaft vom 6. Januar 2026 hat Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland Klerus und Gläubige der Russisch-Orthodoxen Kirche zur Feier der Geburt Christi beglückwünscht. Er betonte die Menschwerdung Gottes als zentrales Geheimnis des Glaubens, Quelle des wahren Friedens und Grundlage christlicher Hoffnung. Das Patriarchat veröffentlichte den Text auf seiner Webseite.
Patriarch Kyrill eröffnete seinen Geburtsbrief mit dem traditionellen Weihnachtsruf der orthodoxen Kirche und verwies auf die Menschwerdung Christi als „großes Geheimnis der Frömmigkeit“, vor dem jede menschliche Weisheit verstumme. In einer von Grausamkeit und Spaltung geprägten Welt sei Christus der Einzige, der Uneinigkeit heilen und den Menschen wahren Frieden und wahres Glück schenken könne.
Der Patriarch erinnerte daran, dass Gott die gefallene Welt nicht verlassen habe, sondern selbst Mensch geworden sei, um die Menschheit mit sich zu versöhnen. In Christus, dem „neuen Adam“, sei die menschliche Natur erneuert und von den Wunden der Sünde geheilt worden. Nur durch Gott, so das russische Kirchenoberhaupt, könnten sowohl das menschliche Leben als auch die gesamte Welt Heilung erfahren.
Zugleich hob er die Geburt Christi als Offenbarung der grenzenlosen Liebe Gottes hervor. Diese Liebe fordere eine Antwort: das Leben nach den Geboten des Evangeliums, Geduld, gegenseitige Liebe und die beständige Erneuerung der Gemeinschaft mit Christus, insbesondere in der Heiligen Eucharistie.
Abschließend bezeichnete Patriarch Kyrill das Weihnachtsfest als Fest der Hoffnung, des Friedens und der stillen Freude. Er rief die Gläubigen dazu auf, Licht der Welt und Salz der Erde zu sein, den Leidenden Hoffnung zu schenken, die Verzweifelten zu trösten und den Bedürftigen zu helfen. Auch Menschen außerhalb der Kirche wandte er sich mit der Einladung zu, ihr Herz für Christus zu öffnen. Zum Fest der Geburt Christi spendete er allen seinen Segen und wünschte Kraft und unerschöpfliche Freude im neugeborenen Erlöser.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije die Familie als ersten Ort des Friedens würdigte.
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