Bei den Orthodoxen ist der Heilige Abend angebrochen
Ikone der Geburt Christi. Foto: VC
Am 6. Januar (24. Dezember nach dem julianischen Kalender) ist für orthodoxe Christen Heiligabend. Der Name dieses Tages hängt mit dem alten Brauch zusammen, Sotschivo (Kutja) zuzubereiten und zu essen – einen Brei aus Weizen, Gerste oder Reis mit Honig, Mohn, Trockenfrüchten, Rosinen und Nüssen.
Heiligabend findet zweimal im Jahr statt – am Vorabend der Feiertage von Weihnachten und der Taufe Christi.
In der Bevölkerung gibt es eine fromme Tradition, vor dem Erscheinen des ersten Sterns nichts zu essen. Dieser Brauch hängt mit der Legende vom Stern von Bethlehem zusammen, der die Geburt Christi verkündete. Gleichzeitig gibt es in der Kirchenordnung (Typikon) keinen direkten Hinweis auf die obligatorische Enthaltsamkeit von Speisen bis zum Einbruch der Dunkelheit.
In der ukrainischen Folkloretradition ist es ebenfalls üblich, am Heiligabend zwölf Fastengerichte zuzubereiten, die die zwölf Apostel symbolisieren. Diese Praxis ist keine allgemeine kirchliche Vorschrift und nicht in den Gottesdienstvorschriften verankert.
Zuvor teilte die UOJ die Predigt von Priester Matthias Fröse über Weihnachten mit.
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