Umstrittene Feier in Spanien: Die Bibel und der Koran beim Dreikönigsfest

Einschnitt aus dem Stück. Foto: Infoaticana

Am 05. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass in Guissona, einer katalanischen Gemeinde mit einigen tausend Einwohnern, der traditionelle Besuch der Heiligen Drei Könige erneut für Kontroversen gesorgt hat. Die zur Diözese Urgell gehörende Pfarrei gerät zunehmend unter Druck, da sich die religiöse und kulturelle Zusammensetzung des Ortes stark verändert hat. Während die christlich geprägten Gemeindemitglieder überwiegend älter sind, stammt ein großer Teil der jüngeren Bevölkerung aus anderen religiösen und kulturellen Kontexten. Kritiker werfen der Pfarrei vor, auf diese Entwicklung nicht mit klarer Positionierung, sondern mit Anpassung an den kleinsten gemeinsamen Nenner zu reagieren. Darüber berichtete Infovaticana.

Bereits im vergangenen Jahr war die Feier Gegenstand öffentlicher Kritik, nachdem vorgesehen war, während der Messe Texte aus Bibel und Koran zu lesen. Nach Protesten wurde dieses Vorhaben kurzfristig aufgegeben und durch allgemein gehaltene Friedensbotschaften ersetzt. In diesem Jahr kündigte die Pfarrei an, dass einige der beteiligten Könige und Pagen muslimischen Glaubens seien und daher das traditionelle Küssen der Jesusfigur ablehnen würden.

Nach Darstellung der Gemeinde soll der Fokus der Feier auf Frieden, Brüderlichkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt liegen. Kritische Stimmen sehen darin eine weitere Relativierung christlicher Glaubensinhalte und befürchten, dass zentrale religiöse Symbole aus Rücksichtnahme entleert werden. Befürworter halten dem entgegen, dass der Umgang mit der religiösen Vielfalt des Ortes ein notwendiges Zeichen von Respekt und Toleranz sei, auch wenn dies mit einer Abkehr von überlieferten Traditionen einhergehe.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Nigeria bei einem Angriff mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen sind.

Lesen Sie auch

Erzbischof Tichon: Die Märtyrer Boris und Gleb zeigen den Weg des Friedens

Der Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland würdigte die ersten russischen Heiligen als Vorbilder christlicher Demut und Versöhnung

Vortrag beleuchtete den geistlichen Weg von Arsenie Boca von Prislop und sein Hauptwerk

Erzpriester Dr. Iosif-Cristian Rădulescu stellte auf der Theologischen St.-Justin-Konferenz in Geilnau das Leben, die Lehre und das geistliches Vermächtnis des Heiligen vor

Einbrecher stahlen Reliquien des heiligen Martin aus Kirche in Neuss

Die Täter hinterließen Blutspuren am Altar der katholischen Kirche und entwendeten neben den Reliquien auch ein Messbuch, das wenig später in der Nähe wiedergefunden wurde.

Religionsunterricht in Österreich bleibt trotz Debatten fest verankert

Rumänisch-orthodoxer Priester Cătălin Florin Soare verweist auf staatliche Unterstützung des konfessionellen Religionsunterrichts und sieht keine grundlegende Gefährdung des Systems

Bund Katholischer Unternehmer kritisierte geplante Wohngeldkürzung

Verband warnte vor Nachteilen für Familien, sinkenden Erwerbsanreizen und einer Verlagerung in die Grundsicherung

Hawaii-Ikone der Gottesmutter besuchte Patienten im Krankenhaus in Sofia

Patriarch Daniil spendete gemeinsam mit Bischof Irenei und einer Delegation der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland den Kranken den Segen