Russisch-orthodoxe Jugend blickte auf ereignisreichen Herbst zurück

Jugendliche Teilnehmer des Seminars „Vorgebirge“ in Wessobrunn bei München während gemeinsamer Gebets- und Begegnungszeiten am Fuße der Alpen. Foto: ROJ
Mit Friedhofspflege, Jugendkongress, internationalem Ballbesuch und dem Seminar „Vorgebirge“ hat die russisch-orthodoxe Jugend (ROJ) in Deutschland im Herbst und Winter 2025 ein vielfältiges Programm verwirklicht. Die Aktivitäten verbanden praktisches Engagement, geistliche Reflexion und gemeinschaftliches Erleben. Die ROJ veröffentlichte ihren Quartalsrückblick am 4. Januar 2026 auf der Webseite des Diözesanorgans „Der Bote“ der russischen Auslandskirche.
Den Auftakt der Herbstaktivitäten der ROJ bildete am 15. November die traditionelle Pflege des russisch-orthodoxen Friedhofs in Wiesbaden. Jugendliche aus Mannheim, Darmstadt, München und weiteren Regionen entsorgten Müll, pflegten Gräber und räumten Wege frei. Die gemeinsame Arbeit wurde von Gesprächen über den Alltag und stillen Momenten des Gedenkens begleitet.
Bereits zuvor, vom 30. Oktober bis 2. November, hatte in Krefeld der zweite Kongress der orthodoxen Jugend der Diözese von Berlin und Deutschland (Moskauer Patriarchat) stattgefunden. Unter der Leitung von Erzpriester Alexej Veselov stand das Treffen unter dem Leitthema „Familie“. Vorträge, Seminare, Gespräche sowie eine Wallfahrt zu den Reliquien der heiligen Agatha mündeten in einen festlichen Ball mit traditionellen Tänzen. Der nächste Kongress ist für Ende Oktober 2026 geplant.
Internationale Akzente setzte eine Gruppe junger Frauen der Jugendinitiative „Sretenije“, die am 8. November am Ball „Dagmar“ in Kopenhagen teilnahm. Die Veranstaltung war der dänischen Prinzessin Dagmar, der späteren russischen Kaiserin Maria Fjodorowna, gewidmet. Neben historischen Einblicken standen klassische Tänze und kulturelle Begegnungen im Mittelpunkt.
Den Abschluss des Jahres bildete vom 19. bis 25. Dezember das Jugendseminar „Vorgebirge“ in Wessobrunn bei München. Unter dem Thema „Freundschaft und Teamarbeit: Die Kunst der Balance“ diskutierten die Teilnehmener mit mehreren orthodoxen Geistlichen über geistliche und soziale Fragen. Gemeinsame Gebete, Liturgien und Wanderungen rundeten das Programm ab. Viele Jugendliche kehrten nach eigenen Angaben mit neuer Motivation in ihre Gemeinden zurück.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon den heiligen Johannes von Kronstadt als Vorbild würdigte.
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