Patriarch Daniel betont die heilsgeschichtliche Rolle Johannes’ des Täufers

Patriarch Daniel erläutert die geistliche und theologische Bedeutung des heiligen Johannes des Täufers als asketischen Vorläufer Christi und Wegbereiter der Taufe der Buße. Foto: Patriarchat

In seiner Predigt zum Sonntag, dem 4. Januar 2026, hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel die geistlichen Eigenschaften und die heilsgeschichtliche Bedeutung des heiligen Johannes des Täufers hervorgehoben. Dabei stellte er dessen Rolle als Vorläufer Christi und als Wegbereiter der christlichen Taufe heraus, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Patriarch Daniel betonte, dass Johannes der Täufer von Gott dazu bestimmt gewesen sei, durch die Buß-Taufe das Volk Israel auf das Kommen Jesu Christi vorzubereiten. So wie Johannes selbst der Vorläufer des Herrn gewesen sei, habe auch seine Taufe eine vorbereitende Funktion für die christliche Taufe der Gnade gehabt.

Unter Bezug auf den Propheten Maleachi bezeichnete der Patriarch Johannes den Täufer als „Engel des Herrn“. Dessen asketisches Leben in der Wüste, geprägt von Einfachheit, Gebet und Abgeschiedenheit, sei von den Menschen als nahezu engelsgleich wahrgenommen worden und habe sie zutiefst beeindruckt und zugleich aufgerüttelt.

Auch die Kleidung des Täufers deutete Patriarch Daniel symbolisch: Das Kamelhaargewand stehe nach der Auslegung der Kirchenväter für die Strenge des Alten Testaments, während Jesus Christus mit dem Gewand des Opferlammes bekleidet sei. Johannes verweise somit in allem über sich selbst hinaus auf den Erlöser.

Der Patriarch unterstrich den Unterschied zwischen der Taufe der Buße und der Taufe der Gnade. Während die Taufe des Johannes zur Umkehr aufrufe, werde die Vergebung der Sünden erst durch die christliche Taufe geschenkt, die auf dem Opfer Christi und der Sendung des Heiligen Geistes beruhe.

Abschließend sagte das Kirchenoberhaupt in Bukarest: „Der heilige Johannes Chrysostomus sagt: Wenn das Opfer des Kreuzes nicht angenommen wurde und der Heilige Geist nicht auf die Jünger herabkam, kann es ohne Gnade keine Buße geben. Die Gnade wurde durch Jesus Christus geschenkt, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstand und der den Heiligen Geist sandte.“

Die UOJ berichtete zuvor, dass der rumänische Patriarch Daniel zum Jahreswechsel über Zeit und Ewigkeit reflektierte.

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