Kolumbianischer Priester wurde in Modena Opfer eines Messerangriffs
Der verletzte Priester ist in der lateinamerikanischen Gemeinde von Modena als Seelsorger tätig. SymbolFoto: Daniel Ibáñez / CNA Deutsch
In der norditalienischen Stadt Modena ist ein kolumbianischer Priester Opfer eines Messerangriffs geworden. Nach Angaben der Polizei handelte es sich nicht um einen Raub, sondern um einen gezielten Angriff mit Tötungsabsicht. Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 30. Dezember 2025 in der Altstadt von Modena, wie das katholische Nachrichtenportal CNA berichtete.
Der 45-jährige römisch-katholische Priester Rodrigo Grajales Gaviria, Kaplan der lateinamerikanischen Gemeinde und Mitarbeiter der Kirche San Giovanni Evangelista, wurde dabei von einem Angreifer mit einem Messer am Hals verletzt.
Nach bisherigen Erkenntnissen stach der Täter dem Priester in die linke Halsseite und flüchtete anschließend zu Fuß. Grajales Gaviria wurde notfallmedizinisch versorgt und in das Krankenhaus von Baggiovara gebracht, wo er notoperiert wurde.
Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA unter Berufung auf die Polizei der Region Emilia-Romagna berichtete, handelte es sich nicht um einen Raubüberfall, sondern um einen vorsätzlichen Angriff mit dem Ziel, den Priester zu töten. Am 1. Januar 2026 wurde ein 29-jähriger Mann als Tatverdächtiger festgenommen.
Die Erzdiözese Modena-Nonantola bekundete ihr Mitgefühl und dankte für die zahlreichen Solidaritätsbekundungen. Zugleich teilte sie mit, dass sich der Priester außer Lebensgefahr befinde. Pfarrer Graziano Gavioli erklärte, die Verletzung sei zwar groß, aber glücklicherweise nicht tief genug gewesen, um lebensbedrohlich zu sein. Die Ermittlungen zu Motiv und Hintergründen dauern an.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije den heiligen Ignatius von Antiochia in Hildesheim ehrte.
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