Metropolit Grigorije ehrte den heiligen Ignatius von Antiochia in Hildesheim
Metropolit Grigorije bei der Feier des Heiligen Ignatius von Antiochia in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Hildesheim-Himmelsthür. Foto: Eparchie
Am Freitag, dem 2. Januar 2026, leitete der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland die Feier des heiligen Ignatius von Antiochia im Kloster Mariä Himmelfahrt in Hildesheim-Himmelsthür. Mehrere Geistliche der Diözese Düsseldorf und Deutschlands konzelebrierten, wie die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.
In seiner Predigt betonte Metropolit Grigorije die Bedeutung von Demut und Dienst an den Kleinen: „Wenn ihr nicht wie dieses Kind seid, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen“ (Mt 18,3). Er erklärte, dass der Weg zum Heil nicht über Status oder Rang führe, sondern über Aufmerksamkeit und Fürsorge für die Bedürftigen. Dabei erinnerte er an die Einheit aller Christen und warnte vor gruppenbezogener Abgrenzung: „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns“ (Mk 9,40).
Metropolit Grigorije machte deutlich, dass wahre Größe im Glauben nicht durch Macht oder Rang definiert wird, sondern durch die Fähigkeit, sich selbst zurückzunehmen und anderen zu dienen. „Je höher unsere Verantwortung ist, desto größer ist unsere Pflicht, den Geringsten die größte Aufmerksamkeit zu schenken“, sagte er. Die Predigt stellte heraus, dass Christen jeden Menschen als Kind Gottes anerkennen müssen, unabhängig von sozialer Stellung oder persönlicher Zugehörigkeit.
Er erinnerte auch an die Haltung des heiligen Ignatius von Antiochia, der trotz Gefangenschaft und Bedrohung standhaft blieb. „Er sah im Leiden nicht das Ende, sondern den Weg zur Vereinigung mit Christus“, so der Geistliche. Die Gläubigen wurden daran erinnert, dass Glauben Mut verlangt und dass die wahre Nachfolge Christi darin besteht, selbst in schwierigen Situationen den Dienst an anderen nicht zu vernachlässigen.
Metropolit Grigorije hob hervor, dass der christliche Dienst keine Selbstverherrlichung kennt: Die Liturgie und die Taten der Gläubigen sind Ausdruck der Liebe Gottes, der selbst leidet und sich für das Heil der Menschen opfert. In diesem Kontext verwies er auf die Schriftstelle aus dem Römerbrief, dass Gottes Liebe in uns wirke und uns befähige, standhaft im Glauben zu bleiben (Röm 5,1).
Im Rahmen der Liturgie wurde Justin Emreković, Student der Orthodoxen Theologie in München, zum Diakon geweiht.
Die UOJ berichtete zuvor, dass zum Jahreswechsel zwei neue deutschsprachige orthodoxe Kalender für 2026 erschienen sind.
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