Patriarch Porfirije rief zu Einheit und geistlicher Erneuerung auf

Patriarch Porfirije richtet sein Hirtenwort zum Jahreswechsel an Klerus und Gläubige. Foto: Archiv

In seinem Hirtenwort zum Jahreswechsel verbindet der serbische Patriarch Porfirije den Rückblick auf das Jubiläumsjahr des heiligen Sava mit einem geistlichen Ausblick. Er ruft zu Versöhnung, moralischer Erneuerung und einer klaren christlichen Orientierung inmitten gesellschaftlicher Herausforderungen auf. Darüber berichtete das serbische Patriarchat am 31. Dezember 2025 auf seiner Webseite.

Patriarch Porfirije erinnert daran, dass das Jahr 2025 vom 850. Jahrestag der Geburt des heiligen Sava geprägt war. In zahlreichen Feiern und geistlichen Betrachtungen sei insbesondere dessen Einsatz für die Versöhnung der verfeindeten Brüder in Studenica 1207 hervorgehoben worden. Dieses Ereignis sei ein bleibendes Vorbild für die Gegenwart und eine Lehre für Kirche und Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund greift Patriarch Porfirije erneut die Frage nach der geistlichen und kulturellen Ausrichtung des serbischen Volkes auf: „Bekanntlich wurde unser Volk mitten auf der Straße erbaut, und zwar nicht auf irgendeiner Straße, sondern auf der sogenannten Via Militaris. Dieser Weg verbindet und trennt Ost und West, sodass wir uns – ob wir es wollen oder nicht – oft mitten im Konflikt zwischen Ost und West wiederfinden.“

Diese Lage habe das Volk geprägt und zugleich vor wiederkehrende Herausforderungen gestellt, die häufig politischer Natur seien, aber immer auch eine spirituelle Dimension hätten.

Der Patriarch betont, dass der Weg des heiligen Sava die Fähigkeit vereine, östliche geistliche Tiefe mit westlicher Tatkraft zu verbinden. Orthodoxer Glaube bedeute Gebet, Reue und Askese ebenso wie Verantwortung, Organisation und aktiven Dienst am Nächsten. In dieser Synthese liege die besondere Berufung des serbischen Volkes.

Abschließend ruft Patriarch Porfirije zu einer moralischen und geistlichen Erneuerung auf. Als Erben der Erfahrung des heiligen Sava und der heiligen Nemanjić-Dynastie gebe es keinen anderen Weg als den Weg Christi. Der lebendige Glaube und die evangelischen Grundsätze seien auch heute die Grundlage für eine gesunde Gemeinschaft und eine hoffnungsvolle Zukunft.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der rumänische Patriarch Daniel zum Jahreswechsel über Zeit und Ewigkeit reflektierte.

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