Evangelische Kirche forderte Merz zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte auf

Afghanen auf einer Demonstration. Foto: evangelisch.de

Am 23. Dezember 2025 erschien die Nachricht, dass rund 50 Persönlichkeiten aus Medien, Kultur und Kirche in einem offenen Brief die Bundesregierung aufgefordert haben, Afghanen, die derzeit in Pakistan ausharren, nach Deutschland einreisen zu lassen. Die Initiative der Organisation Kabul Luftbrücke bezeichnet die Aufnahme als „Akt der Humanität“. Unter den Unterzeichnern sind unter anderem Hape Kerkeling, Herbert Grönemeyer, Günther Jauch, Herta Müller sowie der Flüchtlingsbeauftragte der EKD und der Berliner Bischof Christian Stäblein. Darüber berichtete evangelisch.de.

Der offene Brief wendet sich an Bundeskanzler Friedrich Merz, Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul. Die in Pakistan gestrandeten Afghaninnen und Afghanen hätten für Deutschland erhebliche Risiken auf sich genommen und sehen sich nun einer möglichen Abschiebung gegenüber. Nach Angaben der Bundesregierung können derzeit mehrere Hundert von ihnen kein Visum erhalten und künftige Einreisen sollen nur noch über die bestehenden Aufnahmeprogramme erfolgen.

EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs betonte die Bedeutung von Humanität in der Migrationspolitik. Sie wandte sich gegen Rückführungszentren außerhalb Europas und verwies auf die evangelische Beteiligung an Rettungsaktionen im Mittelmeer. Solche Initiativen könnten in der deutschen Öffentlichkeit jedoch auf unterschiedliche Reaktionen stoßen und bei Teilen der Bevölkerung Unzufriedenheit auslösen, da private Rettungsaktionen die staatliche Verantwortung verdeutlichen. Fehrs unterstrich, dass Asylpolitik die Menschenwürde achten und humanitäre Verantwortung stets im Blick behalten müsse.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Griechenlands Premier beim Dreiergipfel Schutz für Christen forderte.
 

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