Priester Matthias Fröse erläuterte Unterschied zwischen Heilung und Erlösung

Priester Matthias Fröse predigt über die zehn Aussätzigen und die Bedeutung von Dankbarkeit, Umkehr und gelebtem Glauben. Foto: Screenshot YouTube
In seiner Predigt zum 28. Sonntag nach Pfingsten, dem 21. Dezember 2025, sprach Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz (ROK) in der Außenstelle Meisenheim ausgehend vom Gleichnis über die zehn Aussätzigen im Lukasevangelium über die Bedeutung von Dankbarkeit, Umkehr und gelebtem Glauben im Alltag. Die Predigt wurde auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde veröffentlicht.
Priester Matthias Fröse begann seine Auslegung mit den Worten des Apostels Paulus aus dem Brief an die Kolosser: Alles beginnt mit der Gnade Gottes, nicht mit menschlichem Tun. Christus sei das Bild des unsichtbaren Gottes und Herr über alles – über unser Denken, Handeln und Leben. Wer Christus verkennt oder verkleinert, teilt sein Leben in Bereiche auf, doch in ihm hat alles Bestand.
Anschließend stellte der Geistliche das Evangelium über die zehn Aussätzigen (Lk 17,12-19) in den Mittelpunkt. Christus heilte alle zehn, doch nur einer kehrte zurück, um zu danken – ein Samariter, ein Fremder. Priester Matthias Fröse betonte, dass Heilung ein Geschenk Gottes sei, Erlösung jedoch dort geschehe, wo der Mensch innehält, umkehrt und seine Dankbarkeit zeigt. Viele Christen neigten dazu, wie die neun anderen Aussätzigen weiterzugehen, ohne das Geschenk Gottes bewusst zu würdigen.
Der Geistliche machte deutlich, dass Dankbarkeit sich im täglichen Leben zeigt: im bewussten Umgang mit Gesundheit, Arbeit und Familie, in einem Leben nach christlichen Werten und in der Teilnahme an der Liturgie. Das christliche Leben sei nicht nur Ritual, sondern eine Antwort des Herzens auf Gottes Handeln. Auch im Leid könne Dankbarkeit geübt werden, denn sie zeige, dass Gott im Leiden gegenwärtig ist.
Abschließend rief der Geistliche die Gläubigen dazu auf, nicht nur Empfänger göttlicher Wohltaten zu sein, sondern in ihrem Leben innezuhalten, zu danken und Christus als Herrn anzuerkennen. Wer dies übe, erkenne, dass alles im Leben in Christus seinen Bestand habe.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Altvater Johannes aus dem Dreifaltigkeitskloster Buchhagen im Interview den Maßstab setzte: „Strenge im Heiligen, Milde im Menschlichen.“
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