Metropolit Grigorije zelebrierte zum Fest des heiligen Nikolaus in Berlin

Metropolit Grigorije zelebriert die Heilige Liturgie zum Fest des heiligen Nikolaus in der Auferstehungskirche in Berlin. Foto: Metropolie
Am Freitag, dem 19. Dezember, dem Fest des heiligen Nikolaus, Erzbischof von Myra, zelebrierte Metropolit Grigorije die Heilige Liturgie in der serbisch-orthodoxen Auferstehungskirche in Berlin. In seiner Predigt stellte er die heilende Gegenwart Christi und das Vorbild des heiligen Nikolaus in den Mittelpunkt. Er verband die Evangelienlesung mit einem eindringlichen Appell zu Glaube, Gerechtigkeit und tätiger Nächstenliebe. Darüber berichtete die Eparchie von Düsseldorf und Deutschland auf ihrer Webseite.
Ausgehend von den Worten des Evangeliums, wonach von Christus heilende Kraft ausging und „alle suchten, ihn zu berühren“ (Lk 6,18–19), betonte der Metropolit, dass diese göttliche Kraft auch heute wirksam sei. Heilung werde jenen zuteil, die sich Christus im Glauben näherten. Zugleich hob er hervor, dass die Seligpreisungen – Armut im Geist, Hunger nach Gerechtigkeit sowie Leid und Verfolgung um der Gerechtigkeit willen (Lk 6,20–22) – noch höher zu bewerten seien als körperliche Heilung, da ihnen das Himmelreich verheißen sei.
Der heilige Nikolaus sei ein lebendiges Beispiel für diese Haltung, so Metropolit Grigorije. Durch Sanftmut, Barmherzigkeit und seinen Einsatz für Arme und Bedrängte habe er die Güte Christi widergespiegelt.
Besonders erinnerte der Metropolit an die Überlieferung, nach der Nikolaus drei verarmten Töchtern heimlich mit Gold half und sie so vor dem Elend bewahrte – eine Tat, aus der der Brauch der Geschenke in Socken hervorging. Bis heute werde der heilige Nikolaus deshalb in der gesamten Orthodoxie als Vorbild christlicher Nächstenliebe verehrt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Altvater Johannes aus dem Dreifaltigkeitskloster Buchhagen im Interview den Maßstab setzte: „Strenge im Heiligen, Milde im Menschlichen.“
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