Armenische Kirche wendet sich wegen Druck an internationale Instanzen

Sitzung des Obersten Geistlichen Rates der AAK. Foto: Pressedienst der Armenisch-Apostolischen Kirche

Am 19. Dezember 2025 hat die Armenisch-Apostolische Kirche angekündigt, sich wegen des anhaltenden Drucks seitens der Behörden an internationale Institutionen zu wenden. Die entsprechende Entscheidung wurde nach einer Sitzung des Obersten Geistlichen Rates getroffen, die am Vortag in Etschmiadsin stattfand, berichtet die Stimme Armeniens.

In der Erklärung heißt es, dass die Kirche plant, ihre Position den zuständigen internationalen Instanzen zu vermitteln, um den Informationsangriffen und, wie betont wird, den falschen Narrativen, die von den Behörden über die Kirche verbreitet werden, entgegenzuwirken.

Die Mitglieder des Obersten Geistlichen Rates verurteilten die Angriffe auf die Armenisch-Apostolische Kirche, die strafrechtliche Verfolgung von Hierarchen sowie die Handlungen rebellischer Bischöfe, die ihrer Meinung nach zu einer Spaltung und Untergrabung der kirchlichen Einheit führen. Angesichts der beunruhigenden Lage wurde beschlossen, in Kürze eine Bischofssynode einzuberufen, wofür entsprechende organisatorische Anweisungen erteilt wurden.

Der Rat bekräftigte auch seine Forderung an die Strafverfolgungsbehörden, die Rechtmäßigkeit und Gerechtigkeit in Bezug auf die verhafteten Geistlichen und den Mäzen Samvel Karapetjan zu gewährleisten und die beschlagnahmten Heiligtümer zurückzugeben. Separat wurde die Einmischung der Behörden und persönlich des Premierministers in kirchliche Angelegenheiten und Kanones verurteilt, was als verfassungswidrig und als Verletzung der religiösen Gefühle der Gläubigen bezeichnet wurde.

In der Erklärung wird daran erinnert, dass es vom 17. bis 19. Dezember in Etschmiadsin zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern des Katholikos aller Armenier Karekin II. gekommen ist. Nach Einschätzung der Kirche handelt es sich dabei um einen weiteren Akt der Verletzung der armenisch-apostolischen Kirche.

Zuvor hatte die UOJ über die Verhaftung eines armenisch-apostolischen Bischofs berichtet.

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