In Polen konnte ein Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt verhindert werden
Symbolbild eines Weihnachtsmarktes. Foto: Imago
Am 16. Dezember erschien die Nachricht, dass polnische Sicherheitsbehörden offenbar einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt vereitelt haben. Ein Gericht verhängte demnach eine dreimonatige Untersuchungshaft gegen einen 19 Jahre alten Studenten der Katholischen Universität Lublin. Die Justiz geht von einer terroristischen Motivation aus. Darüber berichtete Kirche und Leben.
Laut Sicherheitsbehörden soll sich der Verdächtige Kenntnisse zur Herstellung von Sprengstoff verschafft haben. Der geplante Anschlag habe der Unterstützung der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) dienen sollen. Weitere Details zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt und Tatort wurden zunächst nicht mitgeteilt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Die Katholische Universität Lublin reagierte sogleich und suspendierte den Studenten. Ein Universitätssprecher erklärte, dass es sich bei dem Beschuldigten um einen Jura-Studenten im ersten Studienjahr handelt. Die Universitätsleitung äußerte Bedauern über den Vorfall und betonte den christlichen Werteanspruch der Hochschule.
Die Katholische Universität Lublin ist die älteste katholische Universität Polens und zählt rund 10.000 Studierende. Sie trägt seit 2005 den Namen Johannes Paul II., der dort selbst jahrzehntelang Ethik lehrte. Der Fall wirft erneut Fragen nach Radikalisierung junger Menschen und der Rolle von Bildungseinrichtungen im Umgang mit Extremismus auf.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Orthodoxie im Internet zwar blühe, jedoch mit ideologischen Verzerrungen konfrontiert sei.
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