Patriarch Daniel betonte die spirituelle Vorbereitung auf Weihnachten
Patriarch Daniel predigt über das Gleichnis vom großen Gastmahl. Foto: Patriarchat
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel nahm am Sonntag, dem 14. Dezember 2025, an der Heiligen Liturgie in der historischen Kapelle der Patriarchalresidenz teil und lenkte in seiner Predigt den Blick auf weltliche Sorgen, die ein Hindernis für die Annahme von Gottes Ruf sein können. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Anhand des Gleichnisses vom großen Gastmahl aus dem Lukasevangelium (14,16-24) erläuterte der Patriarch, dass Besitz, Sinnesfreuden und familiäre Verpflichtungen den Menschen daran hindern können, Gottes Ruf zur Erlösung zu folgen. „Wenn die Sorge eines Menschen um irdischen Besitz größer wird als seine Sorge um seine Beziehung zu Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, dann stellt der materielle Besitz ein Hindernis oder eine Gefahr für ihn dar“, erklärte er wörtlich.
Die Absagen der ersten Eingeladenen im Gleichnis symbolisierten materielle, sinnliche und familiäre Bindungen. Patriarch Daniel betonte, dass diese Ablenkungen nicht nur historische, sondern auch gegenwärtige Relevanz für Christen haben: Sie verhindern Gebet, Beichte, Buße und Teilnahme an der Eucharistie. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Ruf Gottes auch die Machtlosen und Übersehenen einschließt, die zum Abendmahl eingeladen werden.
Abschließend gab der Patriarch praktische geistliche Lehren: Reinigung von Sünden durch Buße, Teilnahme an der Eucharistie und Barmherzigkeit gegenüber den Bedürftigen. Er appellierte: „Möge der barmherzige Gott uns helfen, dass wir in dieser Zeit der Vorbereitung auf die geistige Geburt des Jesuskindes unsere Sinne heiligen – durch Gebet und Fasten, durch Almosen, durch Buße und durch häufigere Teilnahme an der Kommunion, als echte Teilhabe am Abendmahl.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniel junge Menschen zur Gemeinschaft ermunterte.
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