Metropolit Teodosije informierte EU-Berichterstatter über Lage im Kosovo

Kloster Gračanica: Metropolit Teodosije (l.) empfängt den EU-Kosovo-Berichterstatter Riho Terras zu Gesprächen über Sicherheit und Religionsfreiheit. Foto: Patriarchat

Im Kloster Gračanica ist es am 9. November 2025 zu einem Gespräch zwischen dem serbisch-orthodoxen Metropoliten Teodosije von Raška und Prizren und dem Kosovo-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Riho Terras, gekommen. Im Mittelpunkt standen die Situation der serbisch-orthodoxen Kirche sowie die Lebensbedingungen der serbischen Bevölkerung im Kosovo und in Metochien. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Nach einem Besuch der Klosterkirche Gračanica schilderte Metropolit Teodosije die aus Sicht der Diözese angespannte Lage vor Ort. Er verwies auf anhaltende Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit, Schutz religiöser und kultureller Denkmäler sowie die Verwirklichung grundlegender Menschenrechte. Zudem sprach er von wiederholten Übergriffen und anhaltendem Druck auf kirchliche Stätten und Gläubige.

Trotz dieser Belastungen bekräftigte der Metropolit das Bekenntnis der serbisch-orthodoxen Kirche zu Frieden, Dialog und Zusammenleben. Zugleich mahnte er eine stärkere Verantwortung der internationalen Gemeinschaft an, insbesondere bei der konsequenten Anwendung des geltenden Rechts, dem Schutz der Religionsfreiheit und der Achtung bestehender Garantien für die Kirche.

EU-Berichterstatter Riho Terras erkundigte sich nach konkreten Problemen der Diözese sowie nach der Lage der serbischen Gemeinden in verschiedenen Regionen des Kosovo und Metochiens. Beide Seiten unterstrichen die Bedeutung internationaler Institutionen für die Schaffung sicherer und würdevoller Lebensbedingungen für alle Gemeinschaften.

Die Diözese Raška-Prizren kündigte an, den Austausch mit internationalen Vertretern fortzusetzen, um auf die Situation aufmerksam zu machen und einen dauerhaften, systematischen Schutz der orthodoxen Heiligtümer und Gläubigen im Kosovo und in Metochien einzufordern.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije in Podgorica zelebriert hatte.


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