Gekreuzigter Frosch löste Protest vor Wiener Künstlerhaus aus
Demonstranten vor dem Wiener Künstlerhaus protestieren gegen die als blasphemisch kritisierte Ausstellung. Foto: Screenshot YouTube
Vor dem Wiener Künstlerhaus haben Gläubige am Montag (8. Dezember 2025) gegen die Ausstellung „Du sollst dir ein Bild machen“ protestiert. Anlass der Gebetskundgebung war die Präsentation mehrerer Werke, die Teilnehmer als Angriff auf den katholischen Glauben werten – darunter ein gekreuzigter grüner Frosch und eine als Transfrau dargestellte Gottesmutter. Die Organisatoren der Österreichischen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) sprachen von „Sakrileg“ und „Blasphemie“. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA.
Das Künstlerhaus wies Forderungen nach einer Schließung zurück und verwies auf die verfassungsrechtlich garantierte Kunstfreiheit. Die Schau beabsichtige keine Kränkung religiöser Gefühle, betonten Leitung und Kuratoren.
Für Diskussionen sorgte zudem Innsbrucks Bischof Hermann Glettler, der auf Instagram mehrere umstrittene Werke der Schau hervorhob und sie als „konfliktreiche Bildversuche“ bezeichnete. Der „gekreuzigte Frosch“ des Künstlers Martin Kippenberger hatte bereits 2008 für internationale Kontroversen gesorgt; damals kritisierte Papst Benedikt XVI. das Werk als verletzend für gläubige Christen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Johannes in Sofia vor Ökumenismus ohne Buße gewarnt hatte.
Lesen Sie auch
Rumänisch-orthodoxe Gemeinde Osnabrück präsentierte Kultur und Kirchenwunsch
Pfarrei „Heiliger Theodosius von Brazi und Heilige Parascheva von Iași“ beteiligt sich zum siebten Mal am Fest der Kulturen.
Bischof Jovan von Pakrac und Slawonien kommt am Samstag nach München
Die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde lädt zu einem Vortrag über das einstige Musikprojekt „Lieder über Ost und West“ ein.
Archimandrit Gabriel: Bartholomäus wird vor der Geschichte nicht bestehen
Der Mönch spricht im UOJ-Interview über den Druck auf den Ökumenischen Patriarchen und das „Gericht der Geschichte“.
ROKA-Gemeinde in Münster bereitet ihren Kirchenbau vor
Nach dem bereits errichteten Anbau soll nun die Kirche zur Kasansker Ikone der Gottesmutter entstehen – Gemeinde benötigt rund 30.000 Euro für die Statik.
„Flexibilität und Freundschaft“: Papst billigt Dialogpapier
Das neue Dokument des Heiligen Stuhls schlägt vor, im interreligiösen Dialog die Logik der Feindschaft durch eine Annäherung an Andersgläubige zu ersetzen.
Patriarch Bartholomäus erhielt Ehrendoktorwürde für Umweltschutz
Die Universität Chichester verlieh dem Patriarchen von Konstantinopel die Ehrendoktorwürde der Theologie für seinen Beitrag zum Umweltschutz und zum interchristlichen Dialog.