Der serbische Patriarch Porfirije besucht die Taufstelle Jesu in Jordanien

Patriarch Porfirije an der heiligen Stätte der Taufe Jesu, begleitet von Fürst Ghazi Bin Muhammad und Geistlichen. Foto: Patriarchat

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije besuchte am Sonntag, dem 7. Dezember 2025, die heilige Stätte Al-Magtas in Jordanien, wo nach Überlieferung Johannes der Täufer Jesus Christus taufte. Die Einladung erfolgte durch Fürst Ghazi Bin Muhammad, Hauptberater von König Abdullah II. für religiöse und kulturelle Angelegenheiten. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Der Fürst führte den Patriarchen und sein Gefolge über den Weg des Heiligen Johannes, zeigte den Eliasberg, die Quelle des Täufers sowie fünf Kirchen aus dem 5. bis 12. Jahrhundert, darunter ein kreuzförmiges Baptisterium an der Taufstelle des Erlösers. Dabei übermittelte Fürst Ghazi den Wunsch des Königs, der serbisch-orthodoxen Kirche ein Grundstück nahe der Taufstelle zu stiften. Patriarch Porfirije nahm das Geschenk mit Freude an und würdigte die Geste als bedeutend für die Geschichte der Kirche.

Derzeit weilt Patriarch Porfirije in Jordanien, wo er an der internationalen Konferenz „Aqaba-Prozess – Balkanischer interreligiöser Dialog“ teilnimmt. Begleitet wird er von Metropoliten, Bischöfen und weiteren Geistlichen aus Serbien und dem Ausland.

Der Aqaba-Prozess ist keine formale Organisation, sondern eine Plattform für Dialog, Koordination und Erfahrungsaustausch zwischen politischen, militärischen, religiösen und Sicherheitsverantwortlichen aus aller Welt. An der Konferenz nehmen neben Patriarch Porfirije auch Patriarch Theophilus III. von Jerusalem, Patriarch Johannes X. von Antiochia und Erzbischof Jovan von Albanien teil, ebenso wie weitere Hierarchen sowie christliche, jüdische und islamische Religionsvertreter aus dem Nahen Osten und dem Balkan.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Johannes in Sofia vor Ökumenismus ohne Buße gewarnt hatte.

Lesen Sie auch

Erzbischof Tichon gratulierte Patriarch Kyrill zum Jahrestag der Inthronisierung

Konziliare Liturgie in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau – Glückwünsche aus der Berliner und Deutschen Diözese

Priester Matthias Fröse stellte die Frage nach der inneren Haltung des Menschen

Das Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer könne für engagierte Gläubige herausfordernd sein

Sava-Akademie im serbisch-orthodoxen Kloster Himmelsthür gefeiert

Priester Danilo Topalović gab geistliche Impulse zu Identität, Sprache und Glauben in der Diaspora

Patriarch Porfirije: „Demut entgeht jeder dämonischen Falle“

Predigt zum Sonntag des Zöllners und des Pharisäers als Auftakt zur Vorbereitung auf die Große Fastenzeit

Bischof Johannes von Branitsa gedachte der Opfer des kommunistischen Regimes

Der Erste Vikar des Metropoliten von Sofia verband das Gedenken an die Verfolgten mit einem geistlichen Ruf zu Demut, Umkehr und ehrlicher Selbstprüfung

Metropolit Grigorije rief zu Verantwortung und geistlicher Wachsamkeit auf

Fest des serbischen Nationalheiligen Sava in der Düsseldorfer Kathedrale gefeiert