Bischof Hiob informierte über Fortschritte auf Schloss Seyfriedsberg

Helfer aus den dänischen ROKA-Gemeinden mit Priester Michael Sukhanov packten beim Rückschnitt von Wildwuchs und der Holzverarbeitung auf Schloss Seyfriedsberg mit an. Foto: Kloster

Die Vorbereitungen für den Umzug der russisch-orthodoxen Klosterbruderschaft des Heiligen Hiob von Pocaev von München auf Schloss Seyfriedsberg in Schwaben gehen weiter voran. In einem Newsletter vom 8. November 2025 berichtete Bischof Hiob (Bandmann) über die aktuellen Arbeiten und Pläne.

In den vergangenen Wochen halfen mehrere Gruppen von Arbeitern, darunter 14 Männer aus den Gemeinden der russischen Auslandskirche in Dänemark unter Leitung des Priesters Michael Sukhanov, beim Rückschnitt von Wildwuchs und beim Sägen von Scheitholz für die Ofenheizungen.

Die Baukommission hat unterdessen einen Nutzungsplan „Phase 1“ entwickelt, der eine vorübergehende Nutzung der Nebengebäude „Prinzenbau“, „Gärtnerhaus“ und „Verwalterhaus“ als Mönchstrakt vorsieht. Dazu sollen ein Refektorium mit Küche, ein Gebetsraum und die Kerzerei eingerichtet werden. Diese schrittweise Aufnahme ermögliche einen relativ schnellen und kostengünstigen Umzug und bringe zugleich neue Dynamik in die laufende Generalsanierung. Bischof Hiob: „Jetzt schon sehen wir, wie wichtig es ist, dass vor Ort ein Gebetsleben und ein monastischer Rhythmus und Geist herrschen.“

Das Nutzungskonzept ist noch nicht abgeschlossen. Offene Fragen betreffen unter anderem den möglichen vorgezogenen Bau einer freistehenden Kapelle als Gebetsraum. Erste Teile des Plans wurden bereits Vertretern der Denkmalschutzbehörde und des Bauamts vorgestellt; die Reaktionen waren positiv und konstruktiv. Bischof Hiob bittet um Gebete, damit die notwendigen Arbeiten bald beginnen können.

Nach langjähriger Suche hat die orthodoxe Klosterbruderschaft des Hl. Hiob von Pocaev, Teil der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), in Schloss Seyfriedsberg zwischen Augsburg und Ulm einen neuen Standort gefunden. Das Anwesen, das auch als „Heiliger Berg von Schwaben“ bezeichnet wird, soll in den kommenden Jahren zu einem Kloster, Diözesanzentrum und Priesterseminar umgewandelt werden. Das aktuelle Zuhause in München bietet keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Nikolaj, Ersthierarch der ROKA, zur rechten Geisteshaltung beim Kirchenbesuch mahnte.


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