Bischof Irenei: „Wir ehren kein anderes Reich als das des Herrn"
Bischof Irenei und Bischof Nektarije zelebrierten gemeinsam in der serbischen Kathedrale in London. Foto: Diözese
Am 5. Dezember 2025 wurde die wundertätige Gottesmutterikone von Kursk von der Londoner Kathedrale der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) in die Londoner Kathedrale der Serbisch-Orthodoxen Diözese überführt. Vor dem heiligen Bild leitete Bischof Irenei von London und Westeuropa gemeinsam mit Bischof Nektarije von der Serbisch-Orthodoxen Kirche einen festlichen Gottesdienst, an dem zahlreiche Gläubige teilnahmen. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
Während der Liturgie wurde inständig für ein Ende des Krieges in der Ukraine, für Frieden im Heiligen Land und weltweit gebetet. Am Ende des Gottesdienstes hielt Bischof Irenei eine Predigt, in der er der Mutter Gottes für ihre Barmherzigkeit dankte und die Vereinigung der Gläubigen zweier orthodoxer Kirchen würdigte, die seit über einem Jahrhundert in brüderlicher Liebe verbunden sind. Er erinnerte daran, dass die Gottesmutterikone die Einheit im Glauben symbolisiert und keine weltlichen oder politischen Interessen kennt.
In der Predigt betonte der Bischof, dass Christen sich von Vorurteilen, Sünde und weltlichen Ablenkungen befreien und in der Nachfolge Christi für Frieden, Liebe und Versöhnung wirken sollen. Wörtlich führte er aus: „Wenn manche heutzutage versuchen, die Kirche, ja sogar den Glauben selbst, für politische Zwecke zu missbrauchen, um ihre Geistlichen als politische Aktivisten oder mit Regierungsinteressen verbunden darzustellen, was bleibt uns anderes übrig, als selbst diesen zu vergeben, die durch solche Verleumdungen Unrecht begehen, um der Liebe willen, die uns die Mutter Gottes erwiesen hat? Wir selbst wissen, dass wir keiner anderen Macht als der Gottes unterstehen; wir ehren kein anderes Reich als das des Herrn."
Weiter sprach der Geistliche zu den Gläubigen: „Während wir dieses heilige Bild der Mutter unseres Erlösers, des Königs des Friedens, betrachten, setzen wir unser unermüdliches Gebet fort, dass durch ihre Fürsprache sein Friede weiterhin in dieser Welt herrschen möge – dass Unterdrückung, Krieg, Blutvergießen und Verfolgung aufhören, Nationalismus abnimmt und die Liebe Gottes zunimmt. Denn dies ist es, was alle Menschen verbindet und sie zu wahren Brüdern und Schwestern vereint, jetzt und in Ewigkeit.“
Nach der Liturgie begrüßten Bischof Nektarije und Bischof Irenei die Gläubigen persönlich. Anschließend nahmen die Hierarchen, Geistlichen und Gemeindemitglieder gemeinsam an einem Abendmahl teil.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die wundertätige Gottesmutterikone von Kursk ihre Rundreise durch die Diözese beendet hatte.
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