Betrachtung über die christliche Ehe bei Johannes Chrysostomos veröffentlicht

Brautpaar während der Krönung – dem zentralen Moment der orthodoxen Trauung, in dem ihre eheliche Einheit vor Gott besiegelt wird. Foto: rocor-augsburg.de

Brautpaar während der Krönung – dem zentralen Moment der orthodoxen Trauung, in dem ihre eheliche Einheit vor Gott besiegelt wird. Foto: rocor-augsburg.de

Diplom-Theologe Nikolaj Klein (München) hat auf der Webseite „Der Bote“, dem Internetorgan der deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), am 5. Dezember 2025 einen neuen Beitrag über das Eheverständnis des heiligen Johannes Chrysostomos veröffentlicht. Unter dem Titel „Das Mysterium der Liebe“ erläutert Klein die theologische Einordnung der Ehe im Werk des Kirchenvaters.

Nikolaj Klein hebt hervor, dass Johannes Chrysostomos die Ehe nicht als minderwertig gegenüber der Askese verstand. Der Kirchenvater verteidige die Ehe als von Gott eingesetzte Lebensform, die auf Treue, Hingabe und Verantwortung gründet. Ehepartner seien dazu berufen, einander zu tragen und gemeinsam im geistlichen Leben zu wachsen.

Besonders betont wird die sakramentale Dimension der Ehe: Für Chrysostomos ist sie nicht bloß eine gesellschaftliche Ordnung, sondern ein heiliger Raum der gegenseitigen Heiligung. Sexualität wird dabei als legitimer Teil der ehelichen Einheit betrachtet und nicht als dem geistlichen Leben entgegengesetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Artikels liegt auf der Rolle der Liebe als Fundament der christlichen Ehe. Der heilige Chrysostomos verstehe die eheliche Liebe als Abbild der Liebe Christi zur Kirche und fordere die Ehepartner auf, sich beständig im Dienst am anderen zu üben. Klein zeigt, dass dieser Ansatz die Ehe zu einem aktiven Weg der Nachfolge Christi macht.

Der vollständige Text ist auf „Der Bote“ online abrufbar.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die deutsche Diözese der russischen Auslandskiche bald ihren 100. Geburtstag feiert.

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