Priester Konstantin Anikin: „Betrete die Kirche, als wäre es das erste Mal“

Priester Konstantin Anikin predigte zum Hochfest der Einführung Marias in den Tempel. Foto: Screenshot YouTube

Zum Hochfest des Einzugs der Allheiligen Gottesgebärerin in den Tempel am Donnerstag, dem 4. Dezember 2025, predigte Priester Konstantin Anikin in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Isidor zu Berlin (ROK) über die geistliche Bedeutung des Tempelgangs Mariens und dessen Relevanz für das heutige Glaubensleben. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Priester Konstantin Anikin erinnerte daran, dass der Einzug Mariens in den Tempel nicht in den kanonischen Evangelien überliefert ist, sondern in apokryphen Texten wie dem Protevangelium des Jakobus. Die Erzählung von der dreijährigen Maria, der künftigen Gottesgebärerin, die ohne Hilfe die Tempelstufen hinaufsteigt und vom Hohepriester empfangen wird, zeige exemplarisch die Hingabe an Gott und die Bedeutung des heiligen Ortes.

Der Priester hob hervor, dass jeder gläubige Mensch seinen eigenen „Tempelgang“ erlebt habe – den ersten Schritt in die Kirche. Das Fest lade dazu ein, der Personen oder Ereignisse zu gedenken, die einen zum Glauben geführt hätten, und dankbar zu sein, in der Orthodoxie beheimatet zu sein. In der heutigen Zeit fänden viele Menschen ohne elterliche religiöse Prägung zur Kirche, oft durch innere Anstöße des Gewissens.

Der Geistliche betonte die besondere Verantwortung der Gemeinden für die geistliche Erziehung von Kindern. Das Vorbild Mariens lehre, dass Kinder in der Kirche selbst am stärksten im Glauben wachsen, weil Christus ihre Herzen berühre. Geistliches Leben könne zu Hause vorbereitet, aber nicht ersetzt werden.

Abschließend warnte Priester Konstantin Anikin davor, den heiligen Raum der Kirche zur Gewohnheit werden zu lassen. Er zitierte einen Altvater, der riet, die Kirche jedes Mal zu betreten, als wäre es das erste Mal, um geistlich zu wachsen und die Heiligkeit nicht zu verlieren.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Johannes in Sofia vor Ökumenismus ohne Buße gewarnt hatte.


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