Studie: In Frankreich wird alle 15 Tage eine christliche Kirche zerstört

Die Abtei Saint-Ouen in Rouen, Normandie, Frankreich. Foto: Jorge Láscar via Wikimedia (CC BY 2.0).

Im Dezember 2025 wurden in Frankreich die Ergebnisse einer Studie der Beobachtungsstelle für religiöses Erbe (OPR) veröffentlicht, wonach alle zwei Wochen ein religiöses Gebäude im Land verschwindet: Kirchen werden durch Brandstiftung, Einstürze, Vandalismus und geplante Abrisse zerstört. Dabei weisen zwei Drittel der Brände Anzeichen von Brandstiftung auf, was auf den systemischen Charakter des Problems hindeutet.

Laut dem Präsidenten der OPR, Édouard de Lamaze, wurde die besorgniserregende Situation besonders deutlich nach dem Brand der Kirche Saint-Pierre aus dem 16. Jahrhundert in der Normandie, der genau zwei Jahre nach der Katastrophe im Pariser Notre-Dame-Dom stattfand. Er stellt fest, dass das Verschwinden von Kirchen mit Abrissen, Bränden, Einstürzen und Vandalismus zusammenhängt, und betont, dass kriminelle Faktoren weiterhin eine dominierende Rolle spielen.

Obwohl die Statistik Gebäude aller Religionsgemeinschaften umfasst, sind katholische Objekte am stärksten betroffen – davon gibt es in Frankreich etwa 45.000. Laut Lamaze wird alle 15 Tage eine Moschee im Land gebaut, während eine christliche Kirche verschwindet, was er als „Wendepunkt” für die religiöse Landschaft des Landes bezeichnet.

Nach Angaben der französischen Kriminalpolizei wurden allein im Jahr 2018 877 Angriffe auf katholische Kultstätten gemeldet. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Vandalismusvorfälle verfünffacht, und etwa 5000 Kirchen sind heute vom Verschwinden bedroht. Experten zufolge verfügen die Gemeinden, die gemäß dem Gesetz von 1905 Eigentümer der Kultgebäude sind, oft nicht über die Mittel für deren Reparatur und Schutz, was den Verfall des religiösen Erbes des Landes beschleunigt.

Zuvor berichtete die UOJ, dass in Frankreich eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert in Brand gesteckt wurde.

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