Im Sudan schändeten Islamisten koptisch-orthodoxe und evangelische Kirchen

Beschädigtes Gebäude und Anbau der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche. Foto: EBRAHIM HAMID/AFP via Getty Images

Am 1. Dezember 2025 wurden in Port Sudan zwei christliche Kirchen geschändet: Unbekannte hinterließen rote Schriftzüge mit der islamischen Schahada und anderen Parolen an den Wänden der koptischen orientalisch-orthodoxen Kirche und des Gebäudes der sudanesischen evangelischen presbyterianischen Kirche. Über den Vorfall berichtet The Christian Post.

Nach Angaben der britischen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity Worldwide, die die Verfolgung von Christen weltweit beobachtet, wurden an der presbyterianischen Kirche die Worte „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Gesandter” sowie ein Koranvers eingeritzt. An den Wänden der orthodoxen Kirche hinterließen die Vandalen die Inschrift „Allah ist ewig“. Die Schändung ereignete sich im Stadtzentrum – gegenüber einer Polizeistation.

Trotz der Öffentlichkeit des Ortes haben die lokalen Behörden angeblich keine Maßnahmen ergriffen. Die Gemeindemitglieder der presbyterianischen Kirche beschlossen, keine Anzeige zu erstatten, um Spannungen zu vermeiden, und übermalten die Inschriften selbst.

Der Leiter von CSW, Scott Bauer, stellte fest, dass der Anstieg religiöser Intoleranz vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs Anlass zu großer Sorge gibt, und betonte, dass christliche Gemeinschaften die Möglichkeit haben müssen, sich ohne Angst zum Gebet zu versammeln.

Zuvor hatte die UOJ darüber berichtet, dass der französische Geheimdienst vor einer Zunahme islamistischer Angriffe auf Christen gewarnt hatte.

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