1300 Gläubige kamen zum Gründungsfest des Klosters Visoki Dečani

Hunderte Gläubige versammelten sich im Kloster Visoki Dečani an den Reliquien des heiligen Königs Stefan. Foto: Patriarchat

Mit einer feierlichen Liturgie ist im Kloster Visoki Dečani am 24. November 2025 das Gründungsfest des serbisch-orthodoxen Heiligtums begangen worden. Der Gottesdienst zum Fest des heiligen Königs Stefan von Dečani wurde von Metropolit Teodosije zusammen mit Bischof Hilarion und mehr als 50 Geistlichen gefeiert. Das 1327 gegründete Kloster geht auf eine Initiative des Heiligen Sava zurück und wurde später von König Stefan Dečani und Kaiser Stefan Dušan gestiftet. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.

Visoki Dečani zählt neben Studenica zu den bedeutendsten Klöstern der Serbisch-Orthodoxen Kirche und ist als UNESCO-Welterbe einer der wichtigsten Orte serbischer mittelalterlicher Kunst und Spiritualität. Es liegt in der südserbischen Eparchie Raška und Prizren.

Bereits am frühen Morgen strömten Gläubige aus dem In- und Ausland zum Festgottesdienst, sodass sich über 1300 Menschen versammelten, um die Reliquien des Heiligen Königs zu verehren. In seiner Predigt überbrachte Bischof Hilarion die Segenswünsche des serbischen Patriarchen Porfirije und betonte die spirituelle Bedeutung des Klosters als Ort des Martyriums, des Zeugnisses und der göttlichen Gegenwart.

Neben der Liturgie erinnerten Geistliche und Besucher an die kunsthistorische Bedeutung der Klosteranlage, die mit ihren Fresken aus dem 14. Jahrhundert als eines der am besten erhaltenen Beispiele der sogenannten Palaiologen-Renaissance gilt. Die Bruderschaft betonte, dass das Kloster trotz wiederholter Gefährdungen ein lebendiges geistliches Zentrum geblieben sei, das täglich Pilger und Studierende der Kunstgeschichte anziehe.

Metropolit Teodosije hob in seinen Worten die Tugenden des heiligen Königs Stefan hervor, der Weisheit, Sanftmut und demütigen Dienst vereint habe und das Kloster als bleibenden Ausdruck seines Glaubens hinterließ. Viele Gläubige würdigten in Gesprächen die besondere Atmosphäre des Heiligtums, das für sie ein Ort des Trostes und der geistlichen Stärkung ist.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten lobte der Metropolit den Einsatz der monastischen Bruderschaft, die das Kloster trotz großer Herausforderungen treu und hingebungsvoll betreut. Im Anschluss an die Liturgie und die Segnung der Slava-Gaben lud das Kloster alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Liebesmahl ein.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije in Podgorica zelebriert hatte.

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