Metropolit Isaak sprach im Bundestag über die Lage der Christen in Syrien
Metropolit Isaak Barakat (Mitte) sprach mit dem Regierungsbeauftragten für Religionsfragen, Thomas Rachel (2. v. l.), und weiteren Abgeordneten über die Situation der Christen in Syrien. Foto: Metropolie
Im Deutschen Bundestag fand am Donnerstagvormittag (27. November 2025) auf Initiative der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie und des Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Pauls ein einstündiger Austausch zwischen Kirchenvertretern und mehreren Bundestagsabgeordneten statt. Zu den Teilnehmern gehörten Metropolit Isaak (Barakat), Bischof Hanna Haikal, Jason Özogul und Marlen Dis sowie die Abgeordneten Markus Koob und Thomas Rachel, der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Darüber berichtete die Metropolie auf ihrer Webseite.
Im Mittelpunkt stand die prekäre Lage der Christen in Syrien. Die Delegation der Metropolie schilderte eindrücklich die humanitäre Not, die Folgen des jahrelangen Krieges und die Herausforderungen für die christlichen Gemeinden. Sie schlug verschiedene Entlastungsmaßnahmen vor, darunter medizinische Hilfsprojekte, erleichterte Visa für besonders gefährdete oder kranke Personen, aufgeschobene Ablehnungen in Asylverfahren sowie vereinfachte Familienzusammenführungen.
Der Regierungsbeauftragte Thomas Rachel betonte die komplexe politische Übergangsphase Syriens und hob hervor, dass Stabilisierung und nachhaltige Unterstützung entscheidend seien. Er würdigte zugleich die bedeutende Rolle der Kirchen in Syrien, insbesondere für gesellschaftliche Versöhnung und inneren Dialog. Seitens weiterer Abgeordneter und Vertreter des Auswärtigen Amts wurde auf die Bedeutung von Wiederaufbau, Rechtsaufarbeitung und langfristiger Hilfe verwiesen. Deutschland leiste bereits umfangreiche humanitäre Unterstützung; rund 15 Millionen Menschen seien weiterhin darauf angewiesen.
Zum Abschluss überreichte Jason Özogul im Auftrag von Metropolit Isaak einen offenen Brief an Thomas Rachel – verbunden mit dem Appell, das Engagement für die Menschen in Syrien fortzuführen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Ungarns Staatssekretär Tristan Azbej erklärte, wie das Programm „Hungary Helps“ verfolgten Christen weltweit Soforthilfe, Wiederaufbau und Bildungsprojekte bietet.
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