ECLJ warnte vor wachsender Bedrohung für Christen in der Türkei
Symbolbild. Foto: Catholic Vote
Am 25. November 2025 erschein ein Bericht über die Lage ausländischer Christen in der Türkei, welcher von European Centre for Law and Justice vor der Reise von Papst Leo XIV. nach Istanbul veröffentlicht wurde. Anlass sind das Jubiläum des Konzils von Nicäa und das Treffen mit Patriarch Bartholomaios I. Die Organisation ruft zu stärkerer internationaler Unterstützung auf und verweist auf ein wachsendes Bedürfnis nach Solidarität mit den kleinen christlichen Gemeinschaften im Land. Darüber berichtet Catholic Vote.
Der Bericht dokumentiert eine Kombination aus direkter Gewalt, Diskriminierung und staatlichem Druck. Genannt werden Angriffe auf Kirchen und Gläubige, die nur selten als Hasskriminalität eingestuft werden. Gleichzeitig beschreibt das ECLJ ein zunehmend feindliches gesellschaftliches Umfeld, geprägt von politisch-medialen Narrativen, die Christen als fremd oder illoyal darstellen. Beobachtungsdaten zeigen laut Bericht einen deutlichen Anstieg antichristlicher Vorfälle seit 2021.
Strukturelle Hindernisse verschärfen die Situation zusätzlich: Kirchen besitzen keine Rechtspersönlichkeit, verlieren seit Jahren Eigentum über regulierte Stiftungen und haben eingeschränkte Möglichkeiten der Priesterausbildung. Ausländische Geistliche wurden nach 2016 vermehrt ausgewiesen oder erhielten keine Aufenthaltsgenehmigung. Im Bildungssystem bleiben christliche Kinder benachteiligt, da der Religionsunterricht fast ausschließlich die sunnitische Lehre behandelt. Das ECLJ fordert daher den Europarat auf, die Lage offiziell zu prüfen und politische Konsequenzen zu erwägen.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass der rumänische Patriarch ein Jugendzentrum als Antwort auf soziale Krisen eröffnete.
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