Bischof der rumänisch-orthodoxen Kirche äußerte sich gegen Gewalt an Frauen

Bishof Benedict von Sălaj. Foto: Orthodox Times

Bischof Benedict von Sălaj hat anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen erneut klar Stellung bezogen und jede Form von Übergriffen verurteilt. Er erklärte, die Kirche beobachte aufmerksam das Leid der Gesellschaft und insbesondere das oft ungesehene und verschwiegen ertragene Leiden vieler Frauen in Familien und anderen belastenden Lebenssituationen. Darüber berichtet Orthodox Times.

Er betonte, dass die Würde jeder Frau im christlichen Verständnis fest in der biblischen Lehre verankert sei, wonach jeder Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen wurde. In diesem Zusammenhang erinnerte Benedict daran, dass männliche Autorität im christlichen Sinn nicht durch Gewalt oder Dominanz, sondern durch Verantwortung, Schutz und selbstlose Zuwendung gekennzeichnet sei. Der Hinweis des Apostels Paulus auf die opferbereite Liebe Christi zur Kirche diene hierfür als Leitbild.

Zugleich wies der Bischof darauf hin, dass die seelischen und körperlichen Folgen von Gewalt tief reichen und oft verborgen bleiben. Er erinnerte an die Worte des Propheten Maleachi, die verdeutlichen, dass die Beziehung zwischen Mann und Frau unter Gottes Augen steht und Ungerechtigkeit nicht ohne geistliche Konsequenzen bleibt. Abschließend rief Benedict dazu auf, eine gesellschaftliche Kultur zu fördern, die die Würde der Frau schützt und die Familie als Ort echter Zuwendung und Stabilität bewahrt.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass eine Kirchen-Delegation an die EU-Ratspräsidentschaft zentrale Forderungen übergab.

Lesen Sie auch

Priester Daniel Schärer: „Die Mauer zwischen uns und Gott abreißen“

Der Geistliche sprach in Zürich über das Gleichnis vom reichen Jüngling und rief dazu auf, die asketische Tradition der Kirche zu pflegen.

Photisis TV stellt eines der ältesten Klöster Kretas vor

Neues Video zeigt das Heilige Kloster Agarathos, seine Geschichte und die Reliquien des heiligen Kyrillos Loukaris.

Metropolit Feodossij: Mord an einem Mönch ist Ausdruck satanischen Hasses

Der Metropolit von Tscherkassy zog eine Parallele zum Martyrium der ehrwürdigen Märtyrernonne Rafaila, die vor hundert Jahren grausam gefoltert wurde.

Russischer Bischof in Österreich hat großes Lob für einen deutschen Mönch

Bischof Aleksij von Wien sprach über das orthodoxe Leben in der Diaspora, die Entwicklung seiner Diözese und den 2024 verstorbenen deutschen Abt Paisios.

„Die höchste Kultur der Menschheit ist die orthodoxe Liturgie der Kirche“

Metropolit Serafim predigte in seiner alten Pfarrei über den reichen Jüngling, die Bedeutung der Liturgie und den Umgang mit Leid und materiellen Gütern.

Verwundeter Novize schildert Angriff auf orthodoxes Kloster in der Ukraine

Die Bruderschaft der Swjatogorsker Lawra wurde von Personen in Militäruniformen der ukrainischen Streitkräfte angegriffen.