Kirchen-Delegation übergab EU-Ratspräsidentschaft zentrale Forderungen

Kirchenvertreter und Vertreter der Dänischen Regierung. Foto: Orthodox Times

Eine Delegation der EU-Bischofskommission COMECE und der Konferenz Europäischer Kirchen traf am 24. November in Kopenhagen mit dem dänischen Minister für Kirchenangelegenheiten zusammen. Anlass war der Beginn der dänischen EU-Ratspräsidentschaft. Die Delegation legte zentrale Anliegen der europäischen Kirchen dar, darunter den Krieg in der Ukraine, eine menschenwürdige Migrations- und Asylpolitik, eine glaubwürdige EU-Erweiterung sowie die Stärkung demokratischer Strukturen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Darüber berichtet Orthodox Times.

Besonders hervorgehoben wurde die Situation in der Ukraine. Die Kirchenvertreter bekräftigten ihre Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung und riefen zu europäischer Geschlossenheit auf, um eine nachhaltige und gerechte Friedenslösung zu ermöglichen. Zudem ermutigten sie die dänische Präsidentschaft, Initiativen für eine europäische Friedensstrategie zu unterstützen und die künftige Wiederaufbauarbeit in der Ukraine vorzubereiten. Weitere Schwerpunkte waren faire und humane Asylverfahren sowie die Zusammenarbeit von Behörden, Zivilgesellschaft und Kirchen bei der Integration von Migranten und der Bekämpfung der Ursachen von Migration.

Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der dänischen Regierung sprachen die Delegierten zudem über Religionsfreiheit, darunter die Besetzung eines EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit außerhalb der EU und die Einrichtung eines EU-Koordinators gegen antichristlichen Hass. Die Kirchen betonten ihre Rolle sowohl in Europa als auch in Krisenregionen, sei es durch humanitäre Hilfe, Bildungsangebote oder Gesundheitsdienste. Der Besuch umfasste außerdem ein Fachgespräch zur Rolle von Kirchen im Dialog mit der EU sowie ein ökumenisches Gebet. Die Gespräche setzten den unter Artikel 17 AEUV verankerten regelmäßigen Dialog zwischen Kirchen und EU-Institutionen fort und stärkten zugleich die Kooperation zwischen COMECE, CEC und den dänischen Kirchen.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass deutsche Sicherheitsbehörden Weihnachtsmärkte als potenzielle Ziele einstuften.

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