Metropolit Irinej: „Der Herr und die Erzengel sind stärker als jedes Böse“
Metropolit Hilarion segnete nach der Heiligen Liturgie die Slava-Gaben, rechts Metropolit Irinej. Foto: Patriarchat
Am serbischen Erzengelskloster Kovilj, einer der ältesten Klosteranlagen im Norden Serbiens, ist am Freitag, dem 21. November 2025, das Patronatsfest feierlich begangen worden. Die Göttliche Liturgie wurde von Metropolit Hilarion von Timișoara geleitet, gemeinsam mit Metropolit Irinej von Bačka, der zu den herausragenden Geistlichen der Serbisch-Orthodoxen Kirche zählt. Beide Metropoliten prägten mit ihren Ansprachen den geistlichen Charakter der Feier, die zahlreiche Geistliche, Klosterbrüder, staatliche Vertreter und Gläubige aus der Region anzog. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Predigt hob Metropolit Hilarion hervor, dass der Gottesdienst ein Ort sei, an dem die Gläubigen bewusst die Lasten des Alltags ablegen und sich dem Evangelium öffnen. Er rief dazu auf, nicht den „Vernünftigen und Klugen dieser Welt“ nachzueifern, sondern den Geist der Unschuld und des kindlichen Vertrauens zu bewahren, dem Gott sein Reich offenbare. Die himmlischen Mächte, besonders die Erzengel, seien unsichtbare Begleiter jedes Christen und stünden den Gläubigen seit der Taufe als Helfer zur Seite. Metropolit Hilarion segnete anschließend die Slava-Gaben des Klosters.
Metropolit Irinej von Bačka würdigte die Bruderschaft zum Festtag und erinnerte in seiner Ansprache an die geistliche Rolle der Engel in einer Zeit, in der „unsichtbare Mächte des Bösen“ versuchten, der Kirche zu schaden. Nichts sei stärker als der Herr und seine Erzengel, betonte er, und rief die Gläubigen zu Vertrauen, Standhaftigkeit und geistlicher Wachsamkeit auf (Video in serbischer Sprache hier).
Das Kloster Kovilj, nahe Novi Sad, gilt als ältestes serbisch-orthodoxes Kloster in der Region Batschka. Der Überlieferung nach geht es auf den heiligen Sava im 13. Jahrhundert zurück und wurde später mehrfach erneuert; heute beherbergt es auch ein Rehabilitationszentrum für Menschen mit Suchterkrankungen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbische Kirche den heiligen Justin würdigte – „ein Theologe, der aus dem Leben der Kirche spricht“.
Lesen Sie auch
Internationales Treffen der Orthodoxen Jugend kehrt nach Bukarest zurück
Rund 2.400 junge Orthodoxe aus Rumänien und der Diaspora werden Ende August zum ITO 2026 in der rumänischen Hauptstadt erwartet.
Patriarch Daniel: „Kinder und Jugendliche sind Gaben Gottes“
Der rumänisch-orthodoxe Hierarch betonte zum Beginn des Schuljahres die Bedeutung christlicher Erziehung und des Religionsunterrichts.
US-Anwalt R. Amsterdam verlangte Untersuchung des Mönchsmords in der Lawra
Internationale Menschenrechtler fordern, die Verantwortlichen für die Ermordung des Mönchs Warsonofij Turjanski zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.
Vom Suchenden zum Getauften: Daniel findet zur Orthodoxie
Ein 26-Jähriger wurde bei Karlsruhe in einem Baggersee orthodox getauft: Daniel hatte zuvor kaum Berührung mit dem christlichen Glauben.
Priester Daniel Schärer: „Die Mauer zwischen uns und Gott abreißen“
Der Geistliche sprach in Zürich über das Gleichnis vom reichen Jüngling und rief dazu auf, die asketische Tradition der Kirche zu pflegen.