Katholische Bischöfe forderten EU-Koordinator gegen Christenfeindlichkeit
Die katholischen Bischöfe in der EU warnen in Brüssel vor wachsender Christenfeindlichkeit und dringen auf einen eigenen Koordinator zum Schutz religiöser Freiheit. Foto: Wikipedia/Diliff
Die katholischen Bischöfe in der Europäischen Union dringen angesichts steigender antichristlicher Übergriffe auf die Einsetzung eines eigenen EU-Koordinators gegen Christenfeindlichkeit. Die Forderung kommt von der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), dem offiziellen Vertretungsorgan der katholischen Kirche bei der EU. Darüber berichtete am 20. November 2025 katholisch.de, das Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland.
Hintergrund ist der neue Bericht der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC), die für 2024 mehr als 2.200 Hassdelikte gegen Christen in der EU registriert. Besonders die Übergriffe auf Personen nahmen weiter zu. Frankreich, Großbritannien und Deutschland verzeichnen dabei die höchsten Fallzahlen.
Die katholischen Bischöfe betonen, Christen müssten denselben strukturellen Schutz erhalten wie jüdische und muslimische Gemeinschaften, die bereits über eigene EU-Koordinatoren verfügen. COMECE-Vizegeneralsekretär Alessandro Calcagno forderte die Union auf, den Kampf gegen Hass und Diskriminierung „mit mehr Entschlossenheit“ zu führen und religiöse Bildung zu stärken.
Zudem verlangen die katholischen Bischöfe, christliche Akteure stärker in EU-Programme gegen Intoleranz einzubeziehen. Parallel erneuerten sie ihren Appell, den seit längerer Zeit unbesetzten Posten des EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit außerhalb der EU wieder zu besetzen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Katholische Kirche nach Terrorangriffen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung in Äthiopien gefordert hatte.
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