Priester Alexej Veselov analysierte Geschichte der orthodoxen Jugendbewegung

Kongress der Russischen Christlichen Bewegung 1929. Foto: Archiv des Hauses der Russen im Ausland.

Priester Alexej Veselov veröffentlichte am 20. November 2025 im Magazin „Der Bote“ der deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) einen ausführlichen Aufsatz über die orthodoxe Jugendbewegung in Europa und ihre Entwicklung im 20. Jahrhundert. Darin zeichnet er nach, wie sich nach der Revolution von 1917 aus der ersten Emigrationswelle die Russische Christliche Studentenbewegung formierte, die junge Menschen durch Gottesdienst, Studium des Evangeliums und geistlichen Austausch an ein kirchlich geprägtes Leben heranführen wollte.

Priester Alexej Veselov, Geistlicher der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (ROK) in der Gemeinde Krefeld und in der Jugendarbeit engagiert, erläutert, dass der Erfolg der Bewegung wesentlich auf der engen Einbindung kirchlicher Persönlichkeiten, intensiven Kongressen und lokalen Studiengruppen beruhte, die ein geistliches Umfeld für die Jugend schufen. Zugleich beschreibt er Faktoren, die langfristig zu ihrem Niedergang beitrugen – darunter Nationalisierungstendenzen, die Hoffnung vieler Emigranten auf Rückkehr nach Russland, Sprachbarrieren für die nächste Generation sowie ein zunehmendes Desinteresse junger Menschen an religiösen Fragen.

Trotz ihres späteren Bedeutungsverlustes habe die Bewegung, so der Geistliche aus Krefeld, wichtige Früchte getragen: Sie formte kirchliche Intellektuelle, förderte spätere Bischöfe, Priester und Theologen und brachte auch Persönlichkeiten hervor, die heute als Heilige verehrt werden. Seine Analyse versteht Veselov als Hinweis darauf, wie kirchliche Jugendarbeit in der Diaspora gelingt – und woran sie scheitern kann.

Die UOJ berichtete zuvor, dass im kommenden Jahr eine erste gesamteuropäische orthodoxe Jugendkonferenz stattfinden soll.

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