„Ein vollkommen heiliger Mann“ – Gedenken an den heiligen Tichon von Moskau

Erzbischof Tichon von Rusa zelebrierte die Göttliche Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale anlässlich des Gedenktags des heiligen Tichon von Moskau. Foto: Diözese

Am Dienstag, dem 18. November 2025, dem Gedenktag des heiligen Tichon, Patriarch von Moskau, sowie der Heiligen Väter des Lokalkonzils der Russischen Kirche von 1917–1918, zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats (ROK), die Göttliche Liturgie in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde ein Friedensgebet gesprochen und das 40-Tages-Gedenken für den verstorbenen Erzpriester Evgeny Kiryazi aus Saarbrücken begangen. Zudem ehrte der Klerus die Heiligen Väter des Lokalkonzils und betete vor der Ikone der Synaxis der Konzilsväter sowie zum heiligen Tichon, dem ersten Patriarchen der Russisch-Orthodoxen Kirche nach Wiederherstellung des Patriarchats 1917.

In seiner Predigt würdigte Erzbischof Tichon das Leben und Wirken des heiligen Tichon als Patriarch von Moskau. Er hob hervor, dass der Hierarch Tichon in einer Zeit großer Bedrängnis und Verfolgung unermüdlich für die Einheit der Kirche, den Schutz der Gläubigen und die Bewahrung der orthodoxen Tradition eintrat. Durch seine Demut, seine Barmherzigkeit und sein mutiges Eintreten für die Wahrheit habe er unzählige Märtyrer und Bekenner inspiriert und bleibende Spuren im geistlichen Leben der russischen Kirche hinterlassen.

Besonders betonte der Erzbischof die persönliche Integrität und das Beispiel der Selbsthingabe des heiligen Tichons: Trotz der politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen seiner Zeit habe der Patriarch nie Kompromisse auf Kosten des Glaubens geschlossen, stets die Kirche über persönliche Interessen gestellt und die Gläubigen durch sein Vorbild im Gebet, in der Liturgie und im täglichen Dienst an Christus gestärkt. Er rief die Gemeinde dazu auf, sich an diesem Vorbild zu orientieren und durch Einheit, Demut und Liebe den Glauben lebendig weiterzutragen.

Abschließend leitete Erzbischof Tichon die Gläubigen im Gebet für die Fürsprache des heiligen Tichon und der Heiligen Väter des Lokalkonzils, damit die Kirche auch heute in Eintracht, Glauben und aufrichtiger Nächstenliebe bestehen könne.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Oleg Beltek auf dem Soldatenfriedhof Lebus das Totengedenken für gefallene Rotarmisten gehalten hatte.

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