Patriarch Daniil: „Wenn der Herr mit euch ist, kann niemand gegen euch sein“

Patriarch Daniil feierte die Göttliche Liturgie in Samoranowo und weihte eine neue Sonntagsschule. Foto: Patriarchat

Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil besuchte am 16. November das Dorf Samoranowo im geistlichen Bezirk Dupnitsa. Dort zelebrierte er die Göttliche Liturgie, weihte eine neue Sonntagsschule und betete während der Liturgie eine Requiemlitanei für Priester Michail, der 1929 im Dorf ermordet wurde. Darüber berichtet das bulgarische Patriarchat auf seiner Webseite.

In seiner Predigt widmete sich Patriarch Daniil dem Evangelium vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37). Er betonte, dass Gottes Gebote zur Liebe zu Gott und zum Nächsten uns in die Lage versetzen, unsere menschliche Schwäche zu erkennen und demütig um Hilfe zu bitten. Daniil erläuterte, dass das Alte Testament und seine Gesetze die Unfähigkeit der Menschen zeigten, Gutes aus eigener Kraft zu tun, während Christus der wahre Retter ist.

Der Patriarch erklärte das Gleichnis Schritt für Schritt: Ein Mann fällt unter Räuber, wird von einem Priester und einem Levit unbeachtet gelassen, schließlich aber vom Samariter gepflegt und in eine Herberge gebracht. Patriarch Daniil hob hervor, dass dies ein Modell für Nächstenliebe und praktisches Handeln im Glauben ist (vgl. Lk 10,30–37; 10,27). Er erinnerte auch an 1. Timotheus 2,4 und 2. Korinther 3,6, um die Bedeutung des Gebets und der göttlichen Führung zu unterstreichen.

Besonderes Gewicht legte der Patriarch auf das Gedenken an Priester Michail, der 1929 im Dorf Gemeindepriester wurde und dort ermordet wurde. Der Hierarch rief die Gläubigen auf, für ihn und auch für seinen Mörder zu beten, Buße zu tun und ein Leben im Einklang mit Gottes Willen zu führen (Mk 9,44).

Nach der Liturgie führte der Klerus eine Segnung des Wassers in der neuen Kapelle „St. Johannes von Rila“ durch, im Rahmen der Eröffnung der Sonntagsschule. Patriarch Daniil ermahnte die Dorfbewohner, christliche Liebe zu praktizieren, Buße zu tun, Gott um Gnade zu bitten und sich durch den Glauben zusammenführen zu lassen: „Wenn der Herr mit euch ist, kann niemand gegen euch sein.“

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniil im Trojaner Kloster seines Vorgängers Patriarch Maxim gedacht hatte.

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