Deutschland führt Europa in Zahl der Brandstiftungen christlicher Kirchen an
Holzkreuz am Straßenrand in Bayern. Foto: AC Wimmer/EWTN News
Am 16. November 2025 veröffentlichte die Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen in Europa (OIDAC) einen Bericht, in dem von einem starken Anstieg der Angriffe auf Christen und Fälle von Vandalismus an Kirchen auf dem gesamten Kontinent die Rede ist.
Der Bericht verzeichnet 2211 Straftaten aus Hass gegen Christen im Jahr 2024, darunter 94 Brandstiftungen an Kirchen – fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Dabei entfiel ein Drittel aller Brandstiftungen auf Deutschland, womit das Land bei diesem Indikator an der Spitze liegt. Zu den weiteren Länder mit den meisten antichristlichen Vorfällen zählen Frankreich, Großbritannien, Spanien und Österreich.
Das Dokument beschreibt auch die schwerwiegendsten Vorfälle, darunter die Ermordung eines 76-jährigen Mönchs in Spanien und die Zerstörung der historischen Kirche der Unbefleckten Empfängnis in Saint-Omer, Frankreich, nach einem Brandanschlag im September 2024. Neben Angriffen auf Kirchen wurden im vergangenen Jahr 274 Angriffe auf Christen registriert, darunter Drohungen und körperliche Gewalt.
Die Autoren des Berichts betonen, dass die offiziellen Statistiken das Ausmaß des Problems unterschätzen: Umfragen in Polen und Spanien zeigen, dass fast die Hälfte der Priester mit Aggressionen konfrontiert war, aber die meisten wenden sich nicht an die Polizei.
Die Organisation stellt außerdem fest, dass der rechtliche und soziale Druck auf Christen zunimmt – von Verfolgungen wegen Gebeten in „Pufferzonen” vor Abtreibungskliniken in Großbritannien bis hin zu Gerichtsverfahren wegen „Anstiftung zum Hass” aufgrund von Bibelzitaten.
Der Bericht enthält einen Aufruf an die Europäische Union, den Schutz der Religionsfreiheit zu verstärken, einen separaten Koordinator für die Bekämpfung von antichristlichem Hass zu ernennen und eine systematische Erfassung von Daten über Angriffe auf Christen in europäischen Ländern sicherzustellen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in den USA eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung antichristlicher Voreingenommenheit eingerichtet wurde.
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