Patriarch Daniil würdigte den heiligen Gabriel mit Gottesdienst in Sofia

Der heilige Gabriel Urgebadze wurde in Sofia von zahlreichen Gläubigen verhert. Foto: Patriarchat

Patriarch Daniil, Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche, hat am Samstag, dem  15. November 2025, in Sofia eine feierliche Göttliche Liturgie zelebriert. Im Mittelpunkt stand die Verehrung des georgischen Mönchs Gabriel Urgebadze, dessen Reliquien erstmals in der Kathedrale „Sweta Nedelja“ ausgestellt wurden. Anwesend war auch eine Delegation der Georgisch-Orthodoxen Kirche unter Leitung von Metropolit Joseph (Kikvadze). Darüber berichtet das bulgarische Patriarchat auf seiner Webseite.

Im Zentrum der Feier stand die öffentliche Verehrung einer Ikone mit Reliquien und persönlichen Gegenständen des georgischen Mönchs Gabriel Urgebadze – darunter Gewandstücke, ein von ihm gefertigtes Kreuz und seine persönliche Ikone. Patriarch Daniil erinnerte in seiner Ansprache an den mutigen Glaubensweg des Mönchs, der 1965 während einer sowjetischen Mai-Demonstration ein Lenin-Porträt anzündete, öffentlich zur Verehrung Christi aufrief und dafür Haft und Misshandlungen erlitt.

Patriarch Daniil würdigte Gabriel als „leuchtendes Beispiel im atheistischen Zeitalter“, das trotz Folter und psychiatrischer Zwangsbehandlung nicht vom christlichen Zeugnis abwich. Sein Leben zeige, dass wahre geistliche Kraft aus Liebe, Demut und Barmherzigkeit erwachse. Das größte Wunder Gabriels sei, so Daniil, dass viele Menschen durch ihn zum Glauben gefunden hätten.

Metropolit Joseph dankte Patriarch Daniil im Namen der georgischen Kirche für die Aufnahme und betonte die historische geistliche Verbundenheit zwischen Bulgarien und Georgien. Die Reliquien des heiligen Gabriel sollten nach Abschluss der Verehrung in das Kloster Bachkovo überführt werden.

Die Ankunft der Reliquien ist Teil der Gedenkfeiern zum 30. Todestag des Mönchs, der in Georgien bis heute als Wundertäter verehrt wird. Pilger haben bis zum 24. November die Gelegenheit, die Reliquien des Heiligen Gabriel zu verehren und mehr über das Leben des Mönchs zu erfahren, der als Vorbild für asketische Frömmigkeit, Mut und standhafte Treue zum Glauben verehrt wird (detailliertes Programm hier).

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniil im Trojaner Kloster seines Vorgängers Patriarch Maxim gedacht hatte.

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