Die Reliquie der Heiligen Maria Magdalena erreichte Dollendorf

Reliquien in der Gemeinde in Blankenheim mit Metropolit Isaak. Foto: JesusLiebtEuch3

Am Dienstag, den 11. November 2025, erlebte die Gemeinde Dollendorf einen außergewöhnlichen geistlichen Höhepunkt: Im Kloster der Herrin von Antiochien wurde die heilige Reliquie der Heiligen Maria Magdalena aus dem Kloster Simonos Petras vom Berg Athos feierlich empfangen. Dieser Besuch gilt als ein erstmaliges Ereignis auf deutschem Boden und zog Gläubige und Gäste aus der gesamten Region an.

Die Feierlichkeiten begannen mit der Paraklisi zu Ehren der Heiligen Maria Magdalena, geleitet von Seiner Eminenz Metropolit Isaak, der die Reliquie persönlich aus Griechenland nach Dollendorf brachte. Begleitet wurde er von mehreren Erzpriestern und Priestern der antiochenischen Kirche sowie einem Priestermönch vom Heiligen Berg Athos, der die religiöse Botschaft und die Segenskraft der Reliquie eindrucksvoll unterstrich.

Ein besonderer Höhepunkt des Empfangs war die Ansprache von Frau Gisela Caspers, Ortsvorsteherin von Dollendorf und stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Blankenheim. In ihrer wertschätzenden Rede würdigte sie die Bedeutung des Ereignisses:

Eure Eminenz, sehr geehrte geistliche Würdenträger, liebe Schwester Lukia, liebe Brüder, verehrte Gäste, es ist mir eine große Ehre, Sie heute im Namen der Gemeinde Blankenheim willkommen zu heißen – zu einem Ereignis, das in seiner geistlichen Tiefe und historischen Bedeutung weit über Dollendorf hinausstrahlt. Mit großer Dankbarkeit empfangen wir heute – zum ersten Mal auf deutschem Boden – die Reliquie der heiligen Maria Magdalena.

Dass sie durch die Hände Eurer Eminenz, Hochwürden Bischof Isaak, zu uns gebracht wird, erfüllt diesen Moment mit besonderer Würde und Segen. Maria Magdalena – Zeugin der Auferstehung, Apostelin der Apostel, Frau des Glaubens und der Treue – ist eine Gestalt, die Christen aller Konfessionen verbindet. Ihr Leben steht für Umkehr, Hoffnung und die Nähe zu Christus – Werte, die uns auch heute Orientierung geben. Dass diese Reliquie für einige Stunden im orthodoxen Kloster der Herrin von Antiochien in Dollendorf verweilt, ist ein Geschenk – für die orthodoxe Gemeinschaft, für unsere Gemeinde, für alle, die heute hierhergekommen sind.

Es ist ein Zeichen der geistlichen Verbundenheit, der gegenseitigen Achtung und des gemeinsamen Weges im Glauben. Ich danke dem Kloster der Herrin von Antiochien für seine Offenheit und Gastfreundschaft und für die Möglichkeit, diesen heiligen Moment gemeinsam zu erleben. Möge dieser Tag uns alle stärken – in unserem Glauben, in unserem Miteinander und in unserem Einsatz für Frieden, Versöhnung und gegenseitigen Respekt. In Ehrfurcht und Verbundenheit.

Die Ankunft der Reliquie wurde von vielen als Moment großer geheimnisvoller Tiefe, spiritueller Nähe und Verbindung zur frühen Kirche empfunden. Für das Kloster und die orthodoxe Gemeinschaft der Region ist dieses Ereignis ein bedeutender Meilenstein – und ein Zeichen wachsender Verbundenheit zwischen der lokalen Bevölkerung und der orthodoxen Kirche.

Der Tag endete mit Gebeten, stiller Verehrung und tiefer Dankbarkeit – ein Tag, der in Dollendorf noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die Reliquien des heiligen Gabriel Urgebadze in Sofia eingetroffen sind.

 

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