Reliquien des heiligen Gabriel Urgebadze in Sofia eingetroffen

Patriarch Daniil empfängt eine Delegation mit Reliquien des heiligen Gabriel Urgebadze in Sofia. Foto: Patriarchat
Die Heilige Metropolitenkirche der bulgarischen Hauptstadt Sofia hat Reliquien des heiligen georgischen Mönchs und „Narren in Christo“ Gabriel Urgebadze empfangen. Patriarch Daniil begrüßte am Freitag, dem 14. November 2025, eine Delegation der Georgisch-Orthodoxen Kirche unter Leitung von Metropolit Joseph (Kikvadze), die eine Ikone mit Reliquien sowie Gewänder und persönliche Gegenstände des 2012 heiliggesprochenen Mönchs überbrachte. Darüber berichtet das bulgarische Patriarchat auf seiner Webseite.
Die Initiative ging vom Bulgarisch-Georgischen Spirituellen und Kulturellen Zentrum „Darbazi“ aus. An der Delegation wirkte auch der Neffe des Heiligen, Eldar Urgebadze, mit. Die Reliquien wurden zunächst in der Kapelle St. Maria Marina zur Verehrung ausgestellt, wo Patriarch Daniil die geistliche Bedeutung des Heiligen würdigte. Gabriel Urgebadze habe „im tiefen Atheismus mutig Christus bezeugt“, so der Patriarch, und wirke weiterhin durch Gebet und Fürsprache.
Eldar Urgebadze überreichte dem Patriarchen eine Ikone der heiligen Nina, die der Mönch einst gefunden und deren Rahmen er gefertigt hatte. Das Geschenk stehe, so Urgebadze, für orthodoxe Einheit und brüderliche Liebe zwischen Bulgarien und Georgien.
Die Ankunft der Reliquien ist Teil der Gedenkfeiern zum 30. Todestag des Mönchs, der 1965 durch seinen Protest gegen den sowjetischen Atheismus bekannt wurde und in Georgien bis heute als Wundertäter verehrt wird.
Pilger haben bis zum 24. November die Gelegenheit, die Reliquien des Heiligen Gabriel zu verehren und mehr über das Leben des Mönchs zu erfahren, der als Vorbild für asketische Frömmigkeit, Mut und standhafte Treue zum Glauben verehrt wird (detailliertes Programm hier).
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniil im Trojaner Kloster seines Vorgängers Patriarch Maxim gedacht hatte.
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