Bangladesch: Angreifer warfen Rohrbomben auf christliche Kirchen und Schule

Die St.-Mary’s-Kathedrale in Dhaka, geistliches Zentrum der katholischen Christen in Bangladesch, wurde Ziel eines der jüngsten Bombenanschläge. Foto:Wikipedia

Die St.-Mary’s-Kathedrale in Dhaka, geistliches Zentrum der katholischen Christen in Bangladesch, wurde Ziel eines der jüngsten Bombenanschläge. Foto:Wikipedia

In Bangladesch wächst die Angst unter Christen nach drei Bombenanschlägen auf katholische Kirchen und eine Schule in der Hauptstadt Dhaka. Zwischen dem 8. Oktober und dem 7. November wurden Rohrbomben auf die Holy-Rosary-Kirche, die St.-Mary’s-Kathedrale und die St.-Joseph’s-Schule geworfen. Verletzt wurde niemand, doch die Polizei spricht von gezielten Terrorakten zur Einschüchterung der christlichen Minderheit. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA.

Der erste Angriff galt am 8. Oktober der historischen Holy-Rosary-Kirche, einer der ältesten katholischen Gemeinden des Landes. Unbekannte warfen von Motorrädern aus zwei Sprengkörper auf das Haupttor; ein Verdächtiger mit mutmaßlichen politischen Verbindungen wurde festgenommen.

Am 7. November folgten Anschläge auf die St.-Mary’s-Kathedrale und die St.-Joseph’s-Schule. Eine der Bomben an der Kathedrale detonierte, eine zweite wurde entschärft. Auch an der Schule richtete eine Rohrbombe Sachschaden an. Trotz der Angriffe hielten die Gemeinden an ihren Gottesdiensten fest; rund 500 Gläubige kamen unmittelbar nach dem Anschlag zum Frühgottesdienst.

Die Vorfälle verstärken die Sorgen der christlichen Minderheit, die in dem überwiegend muslimischen Land mit rund 170 Millionen Einwohnern weniger als ein Prozent der Bevölkerung ausmacht.

Die UOJ berichtete zuvor über eine Zunahme der Angriffe auf Christen in Indien.

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