Priester Athanasie Ulea sprach über Heilung der Seele, Gebet und Fasten

Priester Athanasie Ulea (l.) mit Gemeindepriester Dr. Sorin Emanuel Bugner während des Vortrags in Linz. Foto: Gemeinde

Vom 7. bis 9. November 2025 hielt der rumänisch-orthodoxe Priester, Psychiater und Psychotherapeut Athanasie Ulea mit dem Segen von Metropolit Serafim von Deutschland, Mittel- und Nordeuropa auf Einladung örtlicher Pfarrer eine Reihe geistlicher Konferenzen in verschiedenen Pfarreien des Erzbistums Oberösterreich ab. Die Veranstaltungen brachten Gläubige zusammen, die nach spiritueller Erkenntnis, einem Dialog von Glaube und Wissenschaft und einer tieferen Gottesbeziehung suchten. Darüber berichtete die Metropolie mit Sitz in Nürnberg auf ihrer Webseite.

In den Linzer Pfarreien „St. Hier. Calinic von Cernica“ und „St. Hier. Martin von Tours“ eröffnete Priester Athanasie Ulea die Reihe mit dem Thema „Die Heilung der verwundeten Seele: Die Begegnung von Psychotherapie und Beichte in der Suchtbehandlung“. Er erklärte, dass Süchte nicht nur körperliche, sondern vor allem seelische Wunden seien, deren Heilung die Kombination von psychologischer Begleitung und der Gnade der Vergebung in der Beichte erfordere. Dabei betonte er die Bedeutung der Zusammenarbeit von spiritueller und psychologischer Unterstützung.

Am folgenden Tag sprach der Geistliche in Vöcklabrück über „Gebet und das Sakrament der Heiligen Eucharistie“. Er beschrieb das Gebet als Atem der Seele und Verbindung mit Gott und betonte, dass die Eucharistie Zentrum des christlichen Lebens sei, in der der Mensch Gemeinschaft mit Christus erfahre. Vorbereitung, Reue und aufrichtiges Gebet machten das Herz empfänglich für göttliche Gnade, selbst wenn sich das äußere Leben kaum verändert.

Abends in Marchtrenk-Wels referierte der Priester zum Thema „Der Mensch: Vernunft, Gefühl und Geist. Wie wir das Ebenbild Gottes in uns heilen“. Er erläuterte, dass der Mensch durch Gebet, Fasten und Teilnahme am liturgischen Leben seine innere Einheit wiederherstellen und die vom Sündenfall überschatteten Aspekte seines göttlichen Ebenbildes reinigen könne.

Die Reihe schloss in Linz in der Pfarrei „Herabkunft des Heiligen Geistes“, wo Gemeindepriester Dr. Sorin Emanuel Bugner den Geistlichen und Mediziner eingeladen hatte, nach der Heiligen Liturgie über „Das Fasten und seine psychologische Bedeutung“ zu sprechen.  Dabei wurde hervorgehoben, dass Fasten nicht nur Verzicht, sondern eine Disziplin der Freiheit sei, die Klarheit, Ausgeglichenheit und ein tieferes Bewusstsein ermögliche und den Weg zu voller Gemeinschaft mit Gott öffne.

Die vier Vorträge boten den Gläubigen Gelegenheiten zur Besinnung und spirituellen Stärkung. Priester Athanasie Ulea zeigte auf, dass die wahre Heilung des Menschen darin liegt, das eigene göttliche Ebenbild zu erkennen, zu reinigen und so im Licht Christi zu leben, während Theologie und Wissenschaft in einem lebendigen Dialog miteinander verbunden wurden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Serafim in Schwabach eine neue rumänisch-orthodoxe Kirche geweiht hatte.

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