Düsseldorf erinnerte an Opfer der Novemberpogrome

Am Gedenkort wurden Kränze niedergelegt, Foto: Stadt Düsseldorf
Am 9. November 2025, zum 87. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 fand in Düsseldorf ein gemeinsames Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt statt. An der ehemaligen Synagoge an der Kasernenstraße legten Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Dr. Oded Horowitz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirchen, Verbänden und Gewerkschaften Kränze nieder. Darüber berichtet Ddorf-aktuell.
Bei der anschließenden zentralen Veranstaltung im Rathaus erinnerten Oberbürgermeister Keller, Minister Nathanael Liminski und Dr. Horowitz an die Verantwortung der Gegenwart. Rabbiner Schimon Lewin sprach das jüdische Trauergebet El male Rachamim, begleitet von Schülerinnen und Schülern der Yitzhak-Rabin-Schule, die die musikalische Gestaltung übernahmen.
„Wir können die Geschichte nicht ändern“, sagte Keller, „aber wir müssen handeln, kommentieren und widersprechen – damit unsere Worte an Gedenktagen keine leeren Phrasen bleiben.“
Auch in den Stadtteilen wurde das Erinnern fortgesetzt: Am Montag (10. November) führte die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf gemeinsam mit Schulen und Kirchen einen Gedenkgang in Eller und Lierenfeld durch. Jugendliche stellten an historischen Orten Installationen über das Schicksal jüdischer Nachbarn vor. Der Abend endete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Michael.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die Universität Sheffield Warnhinweise für Bibelstellen ankündigte.
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