Xi Jinping verschärfte Kurs gegen Christen in China
Chinas Staatspräsident Xi Jinping. Foto: YouTube
Chinas Präsident Xi Jinping treibt die „Sinisierung“ der Religionen mit neuer Härte voran. Bei einer Sitzung des Politbüros forderte er vergangene Woche eine „aktive Lenkung“ aller Glaubensgemeinschaften. Nur so könnten, so Xi, „Harmonie und Stabilität“ im Land bewahrt werden. Unter dem Schlagwort „Sinisierung“ zwingt die Kommunistische Partei (KPCh) Kirchen und religiöse Gruppen, sich den politischen Vorgaben zu unterwerfen. Darüber berichtet die katholische Nachrichtenagentur CNA auf ihrer Webseite.
Besonders das Christentum und der Islam gelten der Partei als potenzielle Bedrohung. Seit Herbst 2023 müssen Kirchen kommunistische Inhalte verbreiten, um registriert zu bleiben. Geistliche sind verpflichtet, „die Führung der KPCh und das sozialistische System“ zu unterstützen. In vielen Gemeinden gehören Parteilieder und Propagandamaterial inzwischen zum Gottesdienstalltag. Wer sich weigert, riskiert Haft oder das Verschwinden.
Auch die katholische Untergrundkirche leidet unter verschärftem Druck. In der Provinz Hebei wurden seit 2022 mehrere romtreue Priester verschleppt, wie CNA zuvor berichtete. Bischof Peter Shao Zhumin von Wenzhou erhielt Anfang 2025 eine Geldstrafe, weil er eine Messe gefeiert hatte. Nach seiner Weigerung, die Strafe zu zahlen, wurde er mehrfach festgenommen. Über den Verbleib mehrerer inhaftierter Bischöfe, darunter James Su Zhimin und Joseph Zhang Weizhu, gibt es keine Informationen.
Die US-Kommission für Religionsfreiheit (USCIRF) bestätigte in ihrem Bericht 2025 systematische Repressionen gegen Untergrundkatholiken. Geistliche, die der staatlich kontrollierten Kirche nicht beitreten wollen, würden verhaftet, verschleppt oder ihr Aufenthaltsort geheim gehalten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass US-Präsident Trump zum Schutz der Religionsfreiheit in Nigeria aufgefordert hatte.
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