Metropolit Grigorije: „Das Herz ist der fruchtbare Boden für Gottes Wort“

Metropolit Grigorije bei der Feier der Göttlichen Liturgie in Wiesbaden – „Gott sät jeden Tag neu in die Herzen der Menschen.“ Foto: Eparchie
Am 2. November 2025, dem 21. Sonntag nach Pfingsten, zelebrierte der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland die Heilige Liturgie in der Kapelle der Fürbitte der Allerheiligsten Gottesgebärerin in Wiesbaden. Während des Gottesdienstes erhob Metropolit Grigorije Gemeindepriester Aleksandar Marković in den Rang eines Erzpriesters. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.
In seiner Predigt über das Gleichnis vom Sämann (Lk 8,5–15) erinnerte der Metropolit daran, dass der Sämann Gott selbst und der Same das Wort Gottes sei. Dieses Wort sei nicht bloß eine Botschaft, sondern Christus selbst, der in die Herzen der Menschen gesät werde. Doch die Menschen, so Grigorije, befänden sich oft in verschiedenen geistlichen Zuständen – verhärtet, sorgenvoll oder gleichgültig – und hinderten so das göttliche Wort daran, Frucht zu tragen.
„Unser Herz ist der fruchtbare Boden, auf dem das Wort Gottes gedeihen kann“, betonte Metropolit Grigorije. „Gott schaut nicht auf das Äußere, sondern auf das Herz des Menschen. Deshalb müssen wir lernen, mit dem Herzen zu beten und zu denken, denn das Herz ist der Ort, an dem Gott und Mensch einander begegnen.“ Nur wer das Wort Gottes von Herzen annimmt, könne wirkliche Erneuerung erfahren.
Der Metropolit rief die Gläubigen der Gemeinde in Wiesbaden schließlich dazu auf, ihre Herzen von Sorgen, Härte und Ablenkungen zu befreien und sie dem Wirken Gottes zu öffnen. „Möge unser Herz fruchtbarer Boden sein, getränkt mit Tränen der Reue“, sagte er. „Gott sät jeden Tag neu, und es liegt an uns, die Tür unseres Herzens zu öffnen.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije die neue serbisch-orthodoxe Kirche in Albstadt geweiht hatte.
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