Metropolit Grigorije besuchte Neuwied mit Vesper und Buchvorstellung
Metropolit Grigorije ehrte in Neuwied den Evangelisten Lukas und stellte sein neues Buch „Der Fremde im Wald“ vor. Foto: Gemeinde
Am Samstag, dem 1. November 2025, wurde in der serbisch-orthodoxen Gemeinde Neuwied der Gedenktag des Heiligen Apostels und Evangelisten Lukas gefeiert. Den festlichen Abendgottesdienst in der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche leitete Metropolit Grigorije von Düsseldorf und ganz Deutschland zusammen mit Erzpriester Slobodan Tijanić und Diakon Vasilije Starovlah. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.
Metropolit Grigorije erinnerte mit der Vesper an das Leben und Wirken des Evangelisten Lukas, der als Arzt, Missionar und Verfasser des gleichnamigen Evangeliums bekannt ist. Im Anschluss stellte der Metropolit sein neues Buch „Der Fremde im Wald“ vor, das sich von seinen früheren Werken „Jenseits der Schwelle“ und „Himmlische Höfe“ unterscheidet.
Im Mittelpunkt des neuen Buches steht eine fiktive Begegnung mit einem alten Mann im Wald, mit dem der Autor über Glauben, Lebensweg und seine Zeit als Mönch im Kloster Ostrog reflektiert. Diese Figur sei eine Projektion all jener Menschen, die ihn geprägt haben – Geistliche wie Laien, weise wie widersprüchliche Persönlichkeiten, erklärte der Metropolit bei seinem Besuch in Neuwied.
Der Wald als innerer Ort symbolisiere das Selbst, das jeder Mensch entdecken müsse. Grigorije betonte, dass Existenz an sich bereits Vollkommenheit bedeute – auch wenn sie mit Schmerz, Irrtum und Suche verbunden sei. Schreiben und Kunst seien für ihn ein Akt des Widerstands gegen Resignation und Angst.
Die UOJ berichtet zuvor, dass Metropolit Grigorije die neue serbisch-orthodoxe Kirche in Albstadt geweiht hatte.
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