Einfluss religiöser Organisation auf Japans Politik führt zu Mord
Die Ermordung von Japans am längsten amtierendem Premierminister Shinzo Abe. Foto: YeniSafak
Der Mordprozess gegen Tetsuya Yamagami, den Attentäter des früheren japanischen Premierministers Shinzo Abe, hat den starken Einfluss der Unification Church auf Japans Politik offengelegt. Yamagami bekannte sich schuldig und erklärte, er habe Abe getötet, weil seine Familie durch hohe Spenden an die Kirche in den finanziellen Ruin getrieben worden sei. Darüber berichtet YeniSafak.
Die Mutter des Täters soll umgerechnet rund 660.000 US-Dollar an die religiöse Bewegung gespendet haben. Yamagami machte Abe verantwortlich, da dessen Familie enge Beziehungen zur Unification Church gepflegt habe.
Das Attentat im Juli 2022 löste landesweite Empörung aus und führte zu politischen Konsequenzen. Die japanische Regierung beantragte 2023 die Auflösung der Unification Church, die für ihre Massentrauungen und aggressiven Spendensysteme bekannt ist. Ein Gericht bestätigte den Antrag im März 2025.
Der Fall gilt als Wendepunkt im Verhältnis von Staat, Politik und religiösen Bewegungen in Japan. Das Urteil des Bezirksgerichts Nara wird im Januar 2026 erwartet.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Syriens Präsident die Mariamite-Kathedrale in Damaskus besucht hat.
Lesen Sie auch
Zweitägige Tagung über das Gebet in der orthodoxen Tradition am Zicksee
Metropolit Arsenios sprach im Kloster Mariä Schutz über die Bedeutung des Gebets für das geistliche Leben
„Die Wahrheit soll ans Licht kommen“: Metropolit Isaak über Angriff auf Mönche in der Ukraine
Die UOJ Deutschland gibt ein Gebets- und Trauerwort von Metropolit Isaak im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Brüder der Swjatohirsker Lawra in der Ukraine wieder.
Angriff auf Ordensfrau: Israeli wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen
Psychiatrische Unterbringung für bis zu sechs Jahre nach brutalem Angriff auf französische Nonne in Jerusalem.
Arbeitstreffen über geplantes russischsprachiges Priesterseminar in Europa
Bischof Hiob von Stuttgart und Erzpriester Maxim Kozlov berieten in Moskau über die Umsetzung des Beschlusses der Bischofssynode der ROKA.
Bischof Irenei leitete Ritus der Grablegung der Gottesmutter in London
Klerus und Gläubige begingen den Vorabend zum Feste der Entschlafung Mariens in der Londoner Kathedrale.
Orthodoxe Kirche feiert die Entschlafung der Gottesgebärerin
Das als kleines Pascha bezeichnete Fest beendet das zweiwöchige Entschlafungsfasten und erinnert daran, dass der Tod für den Christen ein Übergang zum ewigen Leben ist.